Mit einem glatten 8:0 nach Mannschaftspunkten (MP) sind die Kegler des SKC Victoria von ihrem Auswärtsspiel in der Bundesliga beim KRC Kipfenberg zurück nach Bamberg zurückgekehrt. Der Victoria-Sechser erzielte mit 3801 Kegel einen neuen Bahnrekord, wobei Kipfenberg mit 3591 keinesfalls enttäuschte. Beste Bamberger waren diesmal Uwe Wagner (646) und Miroslav Jelinek (640). Mit diesem Sieg bleibt der SKC Victoria in einem Führungstrio an der Tabellenspitze.
"Kipfenberg bot eine gute Leistung, aber in den entscheidenden Momenten war mein Team einen Tick besser. Der Bahnrekord zeigt, welch gutes Spiel wir abgeliefert haben", erklärte SKC-Trainer Bela Csanyi nach dem dritten Sieg in Serie, bei dem er erneut seine Formation wechselte und den Spielern Wagner und Jelinek, die zuvor keinen Einsatz hatten, vertraute.
Julian Heß zeigte gegen Strauß erneut eine starke Vorstellung. Mit 163:141 und 175:148 baute er seinen Vorsprung auf 3:1 Satzpunkte (SP) aus und besiegte Strauß mit 637:586 Holz. Nicolae Lupu hatte mit Brosi einen Widersacher, der Bambergs rumänischem Nationalspieler alles abverlangte. Erst ein Fehler Brosis kurz vor Satzende brachte die Gewissheit, dass Lupu hauchdünn gewinnt. Mit 148:141 ging der letzte Satz und somit auch der MP an Lupu, da dieser mit 2,5:1,5 SP und 618:605 siegte. Der zweite Satz war mit 157:157 unentschieden ausgegangen. Mit 2:0 MP und 64 Kegel führte Bamberg nach dem Start.
Uwe Wagner kam mit den nicht leicht zu spielenden Bahnen sofort zurecht, was die Satzergebnisse von 164:131 und 164:159 beweisen. Er siegte auch im dritten Satz mit 160:138. Daher war es zu verschmerzen, dass er am Ende mit 158:171 unterlag. Mit 3:1 SP und 646:599 avancierte Wagner zum besten Spieler der Partie. Dominik Kunze hatte mit Hanikel einen schweren Gegner. Folglich musste immer die Schlussphase in den Sätzen die Entscheidung bringen. Hier siegte Kunze zweimal verdient mit 159:153 und 154:143. Hanikel verkürzte mit 150:147 auf 2:1. Nach 170:148 siegte Kunze mit 3:1 SP und 630:594. Der SKC Victoria führte vorentscheidend mit 4:0 MP und 147 Kegeln.
Zwischen Jelinek und Schobert entwickelte sich ein spannendes Duell, in dem die Kontrahenten jede Schwäche des Gegenübers konsequent ausnutzten. Mit 162:158 ging Schobert in Führung, aber Jelinek egalisierte umgehend mit 149:129. Schobert setzte nun ein Ausrufezeichen, als ihm der Satzgewinn mit 181:164 glückte. Doch Jelinek gab sich nicht geschlagen, da er auch nur einen Kegel zurücklag. Nach den Vollen nahezu gleich, gelang nun Jelinek ein gutes Abräumspiel. Mit einer Neunerserie setzte sich Jelinek deutlich ab, und so ging der SP mit 173:143 an den Bamberger. Bei 2:2 SP ging der MP an den Bamberger, da er sich mit 644:615 durchsetzte.
Manuel Weiß, der mit Stahl den vermeintlich stärksten Kipfenberger Heimspieler gegen sich hatte, zeigte eine gute Vorstellung. Mit 162:144 und 163:141 ging er verdient mit 2:0 SP in Führung, ehe ein kleiner Hänger für den Anschluss zum 2:1 durch Stahl (162:135) sorgte. Weiß gelang es, sein spielerisches Niveau wieder zu heben, und er holte sich auch den letzten Satz mit 166:145, was den Sieg und MP mit 3:1 SP und 626:592 ergab. Mit einem 8:0 hat der SKC die Hürde KRC Kipfenberg souverän gemeistert und den eigenen Bahnrekord auf 3801 Kegel verbessert.
KRC Kipfenberg - SKC Victoria Bamberg 0:8
(7,5:16,5 Satzpunkte, 3591:3801 Holz)
Strauß - Heß 1:3 (586:637)
Brosi - Lupu 1,5:2,5 (605:618)
Kratz - Wagner 1:3 (599:646)
Hanikel - Kunze 1:3 (594:630)
Schobert - Jelinek 2:2 (615:644)
Stahl - Weiß 1:3 (592:626)