Nach drei Niederlagen in der Fußball-Bayernliga Nord klappte es endlich bei der DJK Bamberg. Der verdiente 2:1-Erfolg beim SC Eltersdorf sorgte nicht nur für Erleichterung, sondern war vor allem die Belohnung für einen stabilen, aber auch mutigen Auftritt. Die Wildensorger wollen mit dem Aufwind im Rücken am Mittwoch (18.30 Uhr) im oberfränkischen Derby gegen den VfL Frohnlach unbedingt nachlegen und den ersten Heimdreier folgen lassen.

Die Frohnlacher sind ein Bayernliga-Dino, kamen aber nicht überzeugend aus den Startlöchern. Das Team des 46-jährigen Trainers Stefan Braungardt durfte am vergangenen Spieltag beim 1:1 zu Hause gegen Jahn Forchheim das erste eigene Tor durch seine aufgebotene Sturmspitze Tevin Mc Cullough (20 Jahre und mit 13 Treffern Topscorer der Vorsaison) bejubeln. Die Mannschaft hatte sich seine nach der Partie in Burglengenfeld geäußerte Kritik in punkto fehlender Laufbereitschaft und Kreativität zu Herzen genommen und gegen Forchheim eine ansprechende zweite Halbzeit geboten.

Auch beim Auftakt in Haibach präsentierten sich seine Schützlinge gut, wenngleich ein Akteur der Gastgeber per Eigentor für das 1:1 und damit für den Punktgewinn sorgte. Die Heimpartie gegen Seligenporten musste wegen Unwetters beim Stand von 0:1 abgebrochen werden. In Burglengenfeld zahlte die junge Elf (Durchschnittsalter 22) viel Lehrgeld und wurde eiskalt ausgekontert (2:0).

Die Unerfahrenheit kommt nicht von ungefähr, denn nur zwei Fußballer des Kaders sind älter als 25 Jahre. Die langjährige "Tormaschine" Sinan Bulat ist mit 32 der Senior, während der aus Strullendorf stammende, 26-jährige Neuzugang "Basti" Wagner (vom SV Memmelsdorf) schon auf Regionalligaerfahrung beim FC Eintracht Bamberg zurückblicken kann. Die beiden Oldies und der ehemalige DJK-ler Christos Makrigiannis sollen den Knoten endgültig zum Platzen bringen.

Dies schafften die Bamberger bereits in Eltersdorf. Der unermüdliche Felix Strobler und Urlaubsrückkehrer Dominik Schütz hellten mit ihren Treffern die Miene von Don-Bosco-Chefanweiser Gerd Schimmer deutlich auf, der wie alle unterhalb der Altenburg trotz der zuvor erlittenen drei Niederlagen Ruhe ausstrahlte und auf die Qualität seiner Jungs baute.

Er lobte seine Kicker, die sich wieder mächtig ins Zeug legten und diesmal auch beim Verteilen der Sahne an vorderster Front standen. Zittern musste er dennoch, da erneut beste Chancen, u. a. auch ein Foulelfmeter, liegen gelassen wurden. Am Ende stand aber der erste Bayernliga-Dreier seit dem 4. Mai 2013 (2:0 gegen TSV Aubstadt) zu Buche.

Kapitän Markus Fischer und seine Mitspieler sind fest entschlossen, mit einer weiteren engagierten Leistung die Voraussetzungen für einen Heimsieg zu schaffen, um sich am Ende der Englischen Woche gut gewappnet auf den Weg zum Meisterschaftsaspiranten TSV Großbardorf zu begeben. Vielleicht sind ja nach den beiden unglücklichen Heimniederlagen gegen Feucht (0:1) und Erlenbach (1:2) wirklich aller guten Dinge drei? DJK-Coach Schimmer kann erstmals auf den erst 17 Jahre alten Henrik Schwinn zurückgreifen, bei den Frohnlachern sind keine Ausfälle zu beklagen.

DJK Don Bosco Bamberg: Horcher, Kühhorn - M. Fischer, Hoffmann, G. Jessen, J. Jessen, Kaiser, Kettler, Kraus, Krause, Mönius, Rosiwal, Schmitt, Schmoll, Schnitzer, Schütz, Schwinn, Strobler, Wolfschmidt