Als Meister der A-Klasse 2 ist der RSV Drosendorf nach der letzten Saison aufgestiegen. Der TSV Kleukheim belegte in der "A2" den zweiten Platz und setzte sich in der Relegation durch. Die beiden Novizen hatten einen klassischen Fehlstart in die neue Spielklasse. Nur jeweils ein Punkt aus acht Partien stand vor dem Match zu Buche. Die Drosendorfer sind allerdings zuletzt beim 2:2 in Gunzendorf haarscharf an ihrem ersten Sieg vorbei geschrammt. RSV-Trainer Marco Hornung hat vor dem Spiel gegen den Mitaufsteiger als Gründe einige Sperren und Verletzungen genannt. "Ferner fehlte es bei einigen Fußballern schlichtweg an der Einstellung. Die Mannschaft ist teilweise einfach noch zu grün", argumentierte der erfahrene Coach. Für den 42-Jährigen wäre der Klassenerhalt eine riesige Leistung seines Teams, das keinen Abgang zu beklagen hat und durch einige Nachwuchstalente aus den eigenen Reihen ergänzt wurde. Der Erste Vorsitzende des RSV, Christian Hansel, lobte die hervorragende Arbeit von Trainer Hornung:. "Trotz der vielen Niederlagen zu Beginn der Serie ist die Moral unserer Spieler, die an einem Strang ziehen, voll in Ordnung."
Der Vorsitzende des TSV Kleukheim, Rainer Sommer, bezeichnete die Kreisklasse 2 "als sehr stark" und bedauerte, "dass seiner Elf manchmal das Quäntchen Glück zum Erfolg fehlte." Nach seiner Auffassung hielt der TSV gegen Mannschaften des oberen Drittels gut mit, "doch wurden häufig klarste Tormöglichkeiten vergeben." Der Klub aus dem Kelbachgrund, der nach drei Jahren wieder die A-Klasse verlassen hat, gehört zu den Dinos der Kreisklasse, spielte er doch in den letzten 20 Jahren dort 16 Serien. Die Kleukheimer hat zu Beginn der Saison kein Spieler verlassen. Trainer Robert Schneiderbanger ist in der Runde 2013/14 zu den "Blau-Weißen" gestoßen und kam vorher als Spieler beim Schwabthaler SV zum Einsatz. Mit seinen Jungs möchte er den Fans guten Fußball zeigen. "Unsere Jungen sorgen für den Spaß, die Alten haben die Erfahrung", so Schneiderbanger.
Zu Beginn war der TSV Kleukheim in Drosendorf das bessere Team. Die Heimelf agierte zu passiv und ließ den Gegner schalten und walten. Marco Süppel verlängerte in der in der 15. Min. eine Flanke von Stefan Hammel per Kopf zur Gästeführung. Eine Standardsituation brachte die Wende. Marco Otte wuchtete den Ball in Richtung TSV-Gehäuse. TW Mario Schöber lenkte das Leder gegen den Pfosten. Den Abpraller staubte Freddy Sturm ab und schob die Kugel zum Ausgleich über die Linie.
Nach der Halbzeit erhöhte Drosendorf die Schlagzahl. Einen Eckstoß von Michael Hansel köpfte Goalgetter Freddy Sturm in der 50. Min. zum 2:1 ins Netz. Immer wieder über die Flügel angetrieben, fuhr der RSV seine Angriffe. In der 63. Min. kam es zum 3:1. Marco Otte tänzelte sich elegant durch die Kleukheimer Abwehr und passte von der Grundlinie auf Freddy Sturm zurück. Dieser knallte das Leder unter die Latte. Zwei Minuten später antwortete Kleukheim. Einen Flankenball schätzte die Heimelf falsch ein, und Stefan Hammel besorgte den Anschlusstreffer. Kurz darauf ließ Otte das 4:2 und in der 84. Min. den 5:2-Endstand folgen. Trotz der Brisanz lieferten beide Teams eine faire Partie ab. Während der RSV Drosendorf in den vorausgegangenen acht Spielen nur insgesamt vier Tore schoss, konnten seine Anhänger gegen den Mitaufsteiger gleich fünf Treffer bejubeln.
Der Kleukheimer Spielleiter Christian Wagner hat trotz der 2:5-Schlappe den Kampfeswillen seiner Mannschaft lobend hervorgehoben und sagte: "In der ersten Halbzeit haben wir die Partie klar beherrscht. Unsere Niederlage ist aufgrund des Gesamtablaufs der Begegnung zu hoch ausgefallen."

RSV Drosendorf Knott- Dremel, Guth, Lang, Falk, Welscher, Otte, Senger, Wagner, M. Hansel, Sturm (68. Frauböse), (77. Truxa)
TSV Kleukheim Schöber - Mahr, Hertel. Zillig, Peetz, Schneiderbanger, Dietz, M. Schmitt, Labisch, Hammel, Süppel (41. Seelmann), (77. Eichhorn)
SR Haci Sahbaz (TSC Bamberg)
Zuschauer 70
Tore 0:1 Süppel (15.), 1:1 Sturm (37.), 2:1 Sturm (50.), 3:1 Sturm (63.), 3:2 Hammel (65.), 4:2 Otte (66.), 5:2 Otte (84.)