Leipzig — Die fränkische Frisbee-Damenmannschaft "Frankas" hat den Aufstieg in die 1. Liga geschafft. Beim-Ultimate-Frisbee-Relegationsturnier in Leipzig sicherten sie sich mit Siegen über Halle (15:6), Aachen (15:3), Leipzig (15:7), Freiburg (14:9) und München/Augsburg (15:11) mit dem zweiten Platz den Aufstieg. Unterlegen war das Team nur dem späteren Erstplatzierten und amtierenden deutschen Outdoor-Meister aus Köln (10:15).
Dieser Erfolg ist für die "Frankas" auch deshalb so besonders, weil sie als Spielvereinigung mit Aktiven aus Nürnberg, Erlangen, Bamberg und Würzburg nicht regelmäßig zusammen trainieren können und sich in kurzer Zeit von ganz unten hochgekämpft haben. Das Team musste sich in der Wintersaison 2011/2012 zunächst in einem Qualifikationsturnier für die 2. Liga qualifizieren, bevor es sich mit dem dritten Rang in der 2. Liga 2012 den Platz in der Relegation sicherte.

Vom FC Wacker Bamberg

Aktuell gehören drei Spielerinnen aus Bamberg zum Kader des fränkischen Ultimate-Frisbee-Damenteams: Anna Gerner, Simona Lieberth und Sonja Meixner. Sie trainieren und spielen beim FC Wacker Bamberg.Großen Anteil an diesem Erfolg haben die beiden Spielführerinnen Franziska Wehner (Würzburg) und Sonja Meixner (Bamberg). "Nachdem wir Anfang des Jahres bei einem sehr gut besetzten Vorbereitungsturnier in München bereits den dritten Platz belegt hatten, war ich sehr sicher, dass wir auch den Einzug in die 1. Liga schaffen würden", so Sonja Meixner. Auch Franziska Wehner war absolut zufrieden: "Die Teamleistung sowohl auf als auch neben dem Spielfeld war einfach nur erstklassig. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in der 1. Liga bei der deutschen Meisterschaft Ende Februar in Heidelberg für die ein oder andere Überraschung sorgen können".
Sowohl beim Indoor- als auch beim Outdoor-Frisbee werden zunächst Qualifikations- und Relegationsturniere gespielt, bevor dann bei den deutschen Meisterschaften die Sieger der einzelnen Ligen ermittelt werden. sm

Zur Sportart

Ultimate Frisbee Ultimate Frisbee ist ein schneller Teamsport, bei dem sich in der Halle zwei Teams mit je fünf Spielern gegenüberstehen. Der Sport bringt Elemente aus dem Football und dem Basketball mit und zeichnet sich durch hohe Anforderungen an die Spieler aus: Kondition, Sprintstärke, Wurftechnik und taktisches Denken

Spielfeld Das Spielfeld ist in der Halle ein 40 m langes und 20 m breites Rechteck, bestehend aus dem Hauptspielfeld (28 m x 20 m) sowie an den langen Enden des Spielfeldes - wie beim American Football - zwei je 6 m x 20 m tiefe Endzonen. Ziel des Spieles ist es, die Scheibe in der gegnerischen Endzone zu fangen und damit einen Punkt zu erzielen.

Regeln Mit der Scheibe in der Hand darf nicht gelaufen werden, alle an-deren Spieler dürfen sich frei bewegen. Die Person in Scheibenbesitz hat acht Sekunden Zeit weiterzuspielen, dabei ist ein Sternschritt wie im Basketball erlaubt. Landet die Scheibe nach dem Abspielen auf dem Boden, im Aus oder wird von der gegnerischen Mannschaft abgefangen, wechselt der Scheibenbesitz. Das andere Team ist dann in Angriffsposition und hat die Möglichkeit zu punkten. Trotz der hohen athletischen Leistungen findet das Spiel weitgehend ohne Körperkontakt statt. Daher werden keine Schiedsrichter eingesetzt. Strittige Situationen werden von den Spielern selbst angezeigt, worauf das Spiel kurz unterbrochen und nach Einigung gemäß entsprechender Regeln durch einen "Check" fortgeführt wird. Dies erfordert große Fairness und Respekt gegenüber allen Spielern.