Der FC Eintracht Bamberg 2010 ist am Mittwoch (18.30 Uhr) zum zweiten Mal in dieser Saison der Fußball-Bayernliga gefordert. Die Elf von Trainer Norbert Schlegel gastiert beim TSV Aubstadt.

Und sie tut das mit breiter Brust. Denn zum Auftakt gelang den Bambergern trotz eines 0:2-Rückstandes gegen das U23-Team des SSV Jahn Regensburg noch ein verdientes 3:2. "Sicher hat dieses Spiel Kraft gekostet, aber das ist am Anfang einer Saison nicht so schlimm. Die Mannschaft hat ein Gesicht gezeigt, das mich richtig gefreut hat", so Schlegel. Zu bemängeln gab es jedoch die beiden Gegentore - bedingt durch individuelle Fehler. Der Trainer weiß bezüglich der Pausenansprache: "Es ist immer leichter, Dinge zu fordern, als sie umzusetzen. Aber das Ergebnis spiegelte nicht die Leistung der Mannschaft wider. Es waren viele Dinge gut, aber wir haben zwei Gegentore bekommen, das ging zu leicht und zu einfach. Und: Man wird nicht immer ein Tor mehr schießen als der Gegner", warnt Schlegel.

"Man sieht: In dieser Liga wird auch Fußball gespielt und man muss schnell ankommen. Wenn du Fehler machst, wird das bestraft." So geschehen am letzten Samstag. Dem Coach ist bewusst: "Wir haben noch ein paar Baustellen. Was die Defensive betrifft, so waren wir nicht stabil genug. Das ist auch dem geschuldet, dass ich offensiver denke und die Mannschaft offensiver zusammengesetzt ist. Die Richtung geht mehr zum gegnerischen Tor, dabei besteht die Gefahr, dass man auch den ein oder anderen Raum lässt."

Die Belastung durch die englische Woche mit ihren drei Partien in acht Tagen sieht er nicht als übermäßige, denn "sie trifft die anderen Mannschaften auch. Wie wir ist auch Aubstadt mit einem Erfolgserlebnis in die Saison gestartet, das 2:1 in Hof ist entsprechend hoch zu bewerten. Wir müssen jetzt zu einer Mannschaft, die auswärts gewonnen hat und zu Hause mit dem Ergebnis und den Zuschauern im Rücken spielt - da entsteht eine gewisse Euphorie. Es wird sicher nicht einfach für uns. Die individuellen Fehler zu reduzieren, ist schwierig, einfacher ist es im taktischen Bereich, wenn jemand zum Beispiel falsch steht."

Der Trainer aber bleibt optimistisch: "Wenn man so ein Spiel gemacht hat, dann fährt man mit Selbstvertrauen dort hin. Und: Wir wollen etwas mitnehmen." Aufgrund der gezeigten Leistung gegen Regensburg - vor allem in der Offensive - ist das kein hoffnungsloses Unterfangen. Jene Offensive überzeugte, doch haben die Bamberger diesbezüglich auch noch einen weiteren Pfeil im Köcher. Schlegel erklärt: "Wir haben gute Jungs, die haben das gut gemacht, aber wir haben auch noch Nicolas Görtler in der Hinterhand, das ist gut zu wissen. Mit ihm kann sich die Mannschaft noch ein bisschen geschlossener und stärker präsentieren."

FC Eintracht Bamberg 2010: Ivkic, Retzlaff - Altwasser, Gradl, Jerundow, Mekic, Schäferlein, Spieß - Göbhardt, Haas, Ljevsic, Niersberger, Schäffler, Schraufstetter, Strohmer, Trautmann - Kane, Seybold