Für den FC Eintracht Bamberg 2010 steht am Samstag (15 Uhr) das letzte Spiel der Vorrunde in der Fußball-Bayernliga auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Norbert Schlegel gastiert beim Tabellenletzten, dem Würzburger FV.

"Uns gehen irgendwann die Lösungen aus. Die Personaldecke ist schon länger gespannt, dennoch ist das für mich kein Grund, ständig darauf hinzuweisen. Wenn ich nur noch elf Spieler habe, dann müssen die eben das Spiel gewinnen", so der Bamberger Coach nach dem erlösenden 3:1-Erfolg gegen den VfL Frohnlach am vergangenen Wochenende. Dieser Sieg sei unglaublich wichtig gewesen, erklärte Schlegel. "Aber es geht weiter. Und was das Auftreten angeht, da müssen wir derzeit ergebnisorientiert denken."

Allerdings hat sich die personelle Situation bei den Domstädtern weiter zugespitzt. Es stehen momentan zwar noch mehr als elf Spieler zur Verfügung, doch muss Schlegel gegen die Unterfranken neben Victor Gradl und Mirza Mekic auch auf den erkrankten Lucas Schraufstetter sowie auf Andre Jerundow verzichten, der sich im Spiel gegen Frohnlach am Schienbein verletzte. Zudem: "Hinter dem Einsatz von Pascal Niersberger steht noch ein Fragezeichen. Er hat sich eine Blessur an der Schulter zugezogen", hofft Schlegel auf den Defensiv-Mann, denn in der (Innen-)Verteidigung wird es für die "Violetten" eng.

Die Begegnung beim Tabellenletzten will man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Der Trainer stellt fest: "Mit Blick auf die Tabelle muss man sagen, dass der Sieg in Aubstadt zeigt, dass die Würzburger nicht am Tabellenstand zu messen sind. Ich habe den FV in seinem Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg II gesehen. Den entsprechenden Eindruck, den man haben könnte beim Tabellenstand der Würzburger, habe ich nicht aufnehmen können. Wir jedenfalls müssen auswärts immer Chancen erarbeiten und diese dann auch nutzen. Denn viele Möglichkeiten hat man meistens auswärts nicht."

Allerdings ist den Gastgebern in der laufenden Spielzeit auf eigenem Platz noch kein Sieg gelungen. In der Summe stehen nach 16 Spielen lediglich zwei Erfolge - bei vier Remis, zehn Niederlagen und 14:32 Toren - zu Buche. Am letzten Wochenende aber beendete der Würzburger FV mit einem 1:0-Erfolg beim TSV Aubstadt eine Serie von zehn Partien ohne Sieg. Marc Reitmaier machte nach seinem ersten Dreier als WVF-Trainer deutlich, seine Mannschaft habe sich in den letzten sechs Wochen konditionell auf den Stand gebracht, auf dem man zu Saisonbeginn sein müsse und ernte allmählich die Früchte. Sollte der FV zurück in die Erfolgsspur gefunden haben, müssen auch die Würzburger ihr erklärtes Ziel - einen Platz im Mittelfeld - noch nicht abschreiben. Doch auch die Bamberger wollen nach dem vierten Erfolg und dem Ende einer Sieglos-Serie von sechs Spielen den Schwung mit nach Würzburg nehmen.
FC Eintracht Bamberg: Hoh, Retzlaff - Altwasser, Schäferlein, Spieß, Göbhardt, Haas, Ljevsic, Niersberger (?), Schäffler, Strohmer, Trautmann, Görtler, Kane, Seybold