Für Petr Skarabela, der am Dienstag die Nachfolge von Norbert Schlegel als Trainer beim FC Eintracht Bamberg antrat, und seiner Mannschaft begann das Spiel erfreulich. Nicolas Görtler brachte den FCE mit 1:0 in Führung (20. Minute), als er nach einem in die Tiefe gespielten, abgefälschtem Ball aus vier Metern einnetzte.

Es war der fünfte Saisontreffer des Torjägers, der ja nach einer längeren Verletzung, die er sich Anfang Mai zuzog, erst Ende August seinen ersten Einsatz hatte. Allerdings konnten sich die Bamberger nicht lange am Vorsprung erfreuen, denn die Hausherren glichen nur sieben Minuten später durch Anes Seferovic zum 1:1 aus (27.). Ein Treffer, der Petr Skarabela ärgerte, "denn das Tor entstand nach einem Freistoß für uns."

Allerdings bescheinigte der Trainer seiner Mannschaft, dass sie "in der ersten Halbzeit gegen eine Regensburger Mannschaft, die Qualität hat, gut dagegenhielt. Das haben die Jungs einfach bravourös gemacht."

Kurz vor der Pause gab es dann noch die Möglichkeit zur erneuten Bamberger Führung, der Torhüter der Gastgeber konnte jedoch halten.

Insgesamt sahen die 90 Zuschauer im ersten Durchgang eine ausgeglichene erste Halbzeit. Der zweite Durchgang begann für den FCE furios. Oliver Seybold, im Sommer von Ligakonkurrent Jahn Forchheim zu den Bambergern gewechselt, erzielte aus 16 Metern das Führungstor für den FCE und brachte seine Mannschaft so mit 2:1 in Führung (46.). Seybold, für den es wie im Fall Görtler das fünfte Tor der Spielzeit war, verwertete eine Vorlage von Allessane Kane, der den Ball quer für den Torschützen auflegte.

Danach war der FC Eintracht erst einmal die deutlich bessere Mannschaft, Jahn kam aber ins Spiel zurück und gestaltete die Partie dann wieder ausgeglichen. In der Schlussphase erhöhten die Hausherren, die den Ausgleich wollten, den Druck.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der FCE auch Glück, als die Regensburger nur die Querlatte trafen (82.). Allerdings hatte auch der FC Eintracht Chancen. So traf Nicolas Görtler nur den Pfosten. Auch Timo Strohmer besaß die Möglichkeit, alles klar zu machen, als er auf das Tor der Jahnler zulief, jedoch gefoult wurde - der Gegenspieler sah hierfür die rote Karte. Die letzte Möglichkeit vergab Calvin Sengül. "Aber auch für ein 2:1 gibt es nur drei Punkte, daher ist es jetzt, nach dem Spiel, egal, ob wir 2:1 oder 3:1 gewonnen haben.

Insgesamt gesehen haben die Jungs gegen eine Regensburger Mannschaft, die Qualität hat, gut dagegengehalten und gekämpft. Ich denke auch, dass wir verdient gewonnen haben", so Petr Skarabela. Mit dem Erfolg bei Jahn Regensburg II feierte der FC Eintracht den dritten Auswärtssieg der Saison, die bisherigen Siege auf des Gegners Platz gelangen den Bambergern bei Alemannia Haibach (4:0) und der DJK Don Bosco Bamberg (2:1).