Auch zwei Nachtschichten haben das neue Bamberger Hallenbad Bambados fit gemacht für den Endkampf der 2. Liga Süd im Schwimmen. Befestigungen der Leinen, Anschlag- und Wendebleche wurden termingerecht fertig. Den Gästen, elf Vereinen aus Süddeutschland mit 14 Mannschaften, konnte "ein optimal präpariertes Wettkampfbecken präsentiert werden", freut sich Manfred Höglauer, der Cheftrainer der SG Bamberg. Seine Schützlinge waren hellwach bei der Premiere Bambergs als Gastgeber in der 2. Liga Süd. Die Herren der SGB glänzten reihenweise mit Bestzeiten und verteidigten ihren vierten Platz.
Die acht Aktiven der Startgemeinschaft, Jan Düerkop (Jahrgang 1992), Leo Endres (93), Kai Kuhlmann (77), Christoph Meyer (92), Bastian Schorr (92), Oliver Schorr (94), Eric Schädlich (89) und Gregor Spörlein (95) gingen mit viel Selbstbewusstsein aus der Vorrunde in diesen Wettkampf. Zeitgleich starteten weitere vier Teams der 2. Liga Süd in Hohenbrunn-Riemerling. Mit dem Heimvorteil sollte das tolle Vorrundenergebnis mit 22 168 Punkten und Rang 4 verteidigt werden. "Dass es im heimischen Hallenbad nochmals zu einer Leistungsexplosion kam, damit war nicht zu rechnen", erklärt Höglauer.
Eingestimmt durch die Schlachtrufe der Mannschaften, die durch die Halle tönten, ging als erster SG-Schwimmer Bastian Schorr über die 200 m Freistil (F) an den Start. Schorr wollte die Marke von 1:50 Min. unterbieten. Er ließ der Konkurrenz keine Chance und siegte mit neuem Vereinsrekord in 1:49,34 Min. Er verbesserte drei weitere Vereinsrekorde: über 400 m F in 3:53,46 Min. und 50 m F in 23:21 Sek. Die Bestmarke über 200 m Schmetterling (S) in 2:04,17 Min. war für Bastian Schorr ein besonderer, denn diesen hielt sein Vater Michael Schorr seit 25 Jahren. Bastian Schorr fuhr im Vorkampf 3811 Punkte und im Endkampf 3946 ein, was einen Schnitt pro Rennen von 775 Punkten bedeutete. Die 837 Zähler über die 400 m F waren die größte Bamberger Ausbeute in einem Rennen.
Sein Bruder Oliver Schorr (Vorkampf 3514 Punkte/Endkampf 3747/Schnitt 726) erschwamm sich seinen ersten Vereinsrekord über 100 m Rücken (Rücken) in 56,73 Sek. Auch über 50 m R schwamm er Rekord in 26,15 Sek. und durchbrach damit erstmals die 800-Punkte-Grenze. Über die 200 m R und 200 m Lagen (L) verbuchte er neue persönliche Bestzeiten. Den siebten Bamberger Rekord erschwamm sich Leo Endres (2999/3086/760) über 200 m Brust (B) in 2:17,16 Min. In den anderen Brust-Rennen schwamm er knapp an seine Zeiten bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften heran. Über 50 m S verbesserte seine Bestzeit auf 26,43 Sek.
Jan Düerkop (3699/3642/734) verbesserte seinen Saisonrekord über 50 m R auf 26,59 Sek. In der Vorrunde war er bereits auf sehr hohem Niveau geschwommen und hatte dabei zwei Vereinsrekorde aufgestellt. Der jüngste SG-Starter, Gregor Spörlein (3412/3554/697), stellte über 50 m F in 23,64 Sek., 200 m F in 1:54,23 Min. und 1500 m F in 16:42,56 Min. drei neue Bestzeiten auf. Über 100 m und 400 m F verbuchte er Saisonbestzeiten . Christoph Meyer (1862/1940/ 634) verbesserte seine eigenen Rekorde nochmals enorm. Die 100 m S schwamm er in 58,43 Sek., die 200 m S in 2:11,42 Min. und die Langstrecke, die 1500 m F, in 16:34,36.
"Oldie", Routinier und Mannschaftsführer Kai Kuhlmann (1278/1312/648) legte all seine Wettkampferfahrung in seine beiden Strecken und unterstütze die Mannschaft über 50 m und 100 m S mit wichtigen Punkten. Eric Schädlich (1593/1734/555) kam neu in die Mannschaft, da der Ausfall von Patrick Meyer (Studium in Hannover/Semesterprüfungen) zu verkraften war. Er schwamm über die 50, 100 m und 200 m B neue Bestzeiten.
Die im Bambados erschwommenen 22 961 Punkte bedeuteten eine Steigerung zum Vorkampf in Wiesbaden um 793 Punkte. Die gesamt 45 129 Zähler sicherten Platz 4 hinter den SG Stadtwerken München (Aufsteiger in die Bundesliga), SG EWR Rheinhessen Mainz und dem TSV Hohenbrunn-Riemerling. In der Wertung aller drei 2. Ligen (Nord, West und Süd) in Deutschland verbesserten sich die SGB-Herren von Platz 8 in der Vorrunde auf Rang 6. Nur Bundesliga-Aufsteiger Wfr. 98 Hannover und der Potsdamer SV aus der 2. Liga Nord schoben sich noch vor Bamberg.
SGB-Cheftrainer Höglauer bilanziert: "Es ist schön, nicht nur erfolgreiche Einzelschwimmer auf bayerischer, süddeutscher und deutscher Ebene zu haben, sondern sich auch mit einer tollen Mannschaftsleistung unter den besten Mannschaften Deutschlands wiederzufinden. Mit dem neuen Hallenbad, den neuen guten Trainingsmöglichkeiten und der guten Nachwuchsarbeit beider Vereine der Startgemeinschaft, des Schwimmvereins und des WSV Neptun, ist in Zukunft sicherlich noch so manche nennenswerte Leistung möglich."

2. LIGA SÜD, ENDKAMPF
IM BAMBERGER BAMBADOS
Herren: 1. SG EWR Rheinhessen Mainz 47 331 Punkte gesamt (Vorkampf 23 412), 2. SG Bamberg 45 129 (22 168), 3. SSG 81 Erlangen 44 050 (21 403), 4. SV Mannheim 44 011 (22 068), 5. SC Chemnitz von 1892 43 773 (21 446), 6. SCW Eschborn 43 738 (21 482), 7. SV Nikar Heidelberg 43 573 (21 317), 8. SV 1924 Gelnhausen 43 341 (21 442)
Damen: 1. SSV Nürnberg 43 361 Punkte, 2. SG EWR Rheinhessen Mainz 43 010, 3. SC Chemnitz von 1892 42 780, 4. SC 1911 Wiesbaden 42 445, 5. TG Heddesheim 41 007, 6. SV 1924 Gelnhausen 38 230, 7. SSV Leutzsch 38 196
IN RIEMERLING
Herren: 1. SG Stadtwerke München 47 549 Punkte (Vorkampf 23 612), 2. TSV Hohenbrunn-Riemerling 45 892 (22 759), 3. VfL Sindelfingen I 44 610 (21 955), 4. VfL Sindelfingen II 36 294 (18 237) / Damen: 1. SG Stadtwerke München 47 229 Punkte, 2. TSV Hohenbrunn-Riemerling 46 201, 3. SSG Reutlingen/Tübingen 41 312, 4. SG Region Karlsruhe 40 437, 5. VfL Sindelfingen 36 751
SG BAMBERG, HERREN
EINZELERGEBNISSE
Jan Düerkop (Jahrgang 1992) - 50 m Rücken (R) 0:26,59 Min./779 Punkte, 100 m R 0:57,98/744, 200 m R 2:06,76/726, 200 m Lagen (L) 2:08,86/696, 400 m L 4:34,98/697 - gesamt 3642 Punkte; Leo Endres (1993) - 50 m Brust (B) 0:29,07/817, 100 m B 1:03,15/811, 200 m B 2:17,16/803, 50 m Schmetterling (S) 0:26,43/655 - 3086; Kai Kuhlmann (1977) - 50 m S 0:25,80/704, 100 m S 0:59,47/608 - 1312; Christoph Meyer (1992) - 1500 m Freistil (F) 16:34,36/680, 100 m S 0:58,43/ 641, 200 m S 2:11,42/619 - 1940; Bastian Schorr (1992) - 50 m F 0:23,21/770, 100 m F 0:51,31/771, 200 m F 1:49,34/834, 400 m F 3:53,46/837, 200 m S 2:04,17/734 - 3946; Oliver Schorr (1994) - 50 m R 0:26,15/819, 100 m R 0:56,73/794, 200 m R 2:05,04/756, 200 m L 2:08,44/703, 400 m L 4:37,86/675 - 3747; Eric Schädlich (1989) - 50 m B 0:32,44/588, 100 m B 1:10,71/578, 200 m B 2:33,93/568 - 1734; Gregor Spörlein (1995) - 50 m F 0:23,64/729, 100 m F 0:52,42/723, 200 m F 1:54,23/732, 400 m F 4:07,00/707, 1500 m F 16:42,56/663 - 3554