7 Siege, 0 Niederlagen - so lautet die beeindruckende Heimbilanz der Brose Baskets in dieser Saison. Auswärts zeigen die Bamberger Basketballer dagegen ein ganz anderes Gesicht. Drei Siegen in der Fremde stehen wettbewerbsübergreifend in Bundesliga und Eurocup fünf Niederlagen gegenüber. Zuletzt setzte es für das Team von Trainer Andrea Trinchieri drei Auswärtspleiten in Folge (in Bonn, Straßburg und Oldenburg).

Die Favoritenrolle für das zweite deutsch-deutsche Duell am Mittwochabend (19.30 Uhr) in der Eurocup-Vorrundengruppe A können die Brose Baskets daher nicht für sich reklamieren. Zumal die gastgebenden Telekom Baskets Bonn in dieser Saison von ihren acht Heimspielen nur zwei verloren haben (gegen Alba Berlin und SIG Straßburg). Seit dem 19. Oktober stehen für die Rheinländer im Telekom Dome sechs Siege in Folge zu Buche. "Wir brauchen mehr mentale Disziplin. Wenn wir auswärts spielen, müssen wir auf dem Feld noch präziser sein, und unsere Konzentration muss noch höher sein", fordert Trinchieri vor dem richtungweisenden Spiel. Denn mit einem Sieg - es wäre der fünfte im internationalen Wettbewerb - könnten die Bamberger das Tor zum Einzug in die Runde der besten 32 Teams weit aufstoßen. Bei einer Niederlage würden die Bonner, die bislang drei Siege und drei Niederlagen zu Buche stehen haben, dagegen zu ihrem Bundesliga-Konkurrenten aufschließen.

Bislang jeweils einen Sieg

Das Hinspiel gewannen die Bamberger am 22. Oktober deutlich mit 104:79. Zwei Wochen später mussten sie sich jedoch in der Bundesliga in Bonn mit 80:85 geschlagen geben. "Wir haben die zwei Spiele genauestens analysiert und daraus wertvolle Rückschlüsse gezogen. Dennoch werden wir auch ein, zwei taktische Dinge mit ins Spiel nehmen, die Bamberg so noch nicht von uns gesehen hat", sagt der Bonner Trainer Mathias Fischer vor dem dritten Vergleich. Sein Bamberger Kollege Trinchieri hofft, dass sein Team aus den Fehlern der Niederlage in Bonn gelernt hat: "Wir haben ihnen offene Dreier gestattet, unsere Angriffe nicht durchgebracht und den Ball in den Schlüsselmomenten im Angriff nicht bewegt."

Während die Bamberger zuletzt ohne Ryan Thompson (Rippenprellung) bei der 73:78-Niederlage in Oldenburg kein Selbstvertrauen tanken konnten, überzeugten die Bonner beim 88:71 gegen die TBB Trier. 25 Assists zeugen von einer geschlossenen Teamleistung, zudem waren die Rheinländer wie schon gegen Bamberg an der Dreierlinie treffsicher. 15 Distanzwürfe fanden ihr Ziel, wobei der Ex-Bayreuther Steve Wa chalski mit acht Treffern bei zehn Versuchen eine persönliche Bestleistung verbuchte.


Überblick

Telekom Baskets Bonn - Brose Baskets Bamberg
(Mittwoch, 19.30 Uhr, Telekom- Dome, Sport1+ und www.sport1.de live)
Bonn Brooks, Caloiaro, Koch, Klimavicius, Lawrence, Lodders, Mangold, Mädrich, Michel, McConnell, Veikalas, Vroblicky, Wachalski
Bamberg Bagaric, Duncan, Harris, Katelynas, Mbakwe, Obst, Schmidt, Shipp, Strelnieks, Tadda, Theis, Wanamaker
Ferner in Gruppe A Reggio Emilia - Paris, Saragossa - Straßburg