Zur Nachholpartie des 16. Spieltages und zum letzten Heimspiel der Hauptrunde 2016/17 in der 2. Liga Süd empfangen die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) die Würzburger Bvuk Sharks in der Graf-Stauffenberg-Halle. Die Unterfränkinnen, die sich am Sonntag beim Spitzenreiter Heidelberg nach Verlängerung mit 63:68 geschlagen geben mussten, belegen mit einem Spiel und zwei Siegen Rückstand auf die DJK den letzten Play-off-Platz.
Zweiter gegen Vierter heißt es somit im Aufeinandertreffen zweier Programme, die sich das Thema Nachwuchsförderung auf die Fahnen geschrieben haben. Gemeinsam mit Wasserburg liegen die beiden fränkischen Vertreter bei der Vergabe von Spielanteilen für U20-Spielerinnen im Süden der zweigeteilten 2. Liga vorne. Auf Bamberger wie auch auf Würzburger Seite geht das Bekenntnis zur Jugendförderung klar über die Vorgaben des Verbandes hinaus. An beiden Standorten spielte der Nachwuchs bereits bei der Zusammenstellung der Teams eine zentrale Rolle. Elf U20-"Home-Grown"-Spielerinnen stehen im Aufgebot der Unter-, acht in dem der Oberfränkinnen. Deren sechs bzw. vier zählen zum festen Bestandteil und kommen regelmäßig zwischen zehn und 27 Minuten zum Einsatz.
"Es zeichnet sich schon ab, dass die Arbeit Früchte trägt. Wir haben jetzt zwei U16-Nationalspielerinnen, die zur Kernrotation des Zweitliga-Teams gehören. Und, was fast noch wichtiger ist, es kommt auch etwas nach", freut DJK-Cheftrainer Ulf Schabacker die Entwicklung seiner Youngsters, die einst in Bamberg oder bei einem der umliegenden Vereine mit dem Basketballspielen begannen.
Die Würzburger Verantwortlichen indes begeisterten im letzten Sommer mit Anne Zipser (aus Heidelberg), Jessika Schiffer (Rhöndorf) und Laura Zdravevska (Grünberg) drei vielversprechende Talente für einen Wechsel an den neu geschaffenen Stützpunkt des Deutschen Basketball Bundes. Neben der Kanadierin Stephanie Kleysen (16,4 Punkte und 9,8 Rebounds pro Partie) zählen Zdravevska (11,4) und Schiffer (10,8) zu den Leistungsträgerinnen. Aber auch die Schwester von NBA-Profi Paul Zipser, die vor der Spielzeit auch mit einem Wechsel nach Bamberg liebäugelte, kommt immer besser in Fahrt.
Wie gut die Truppe von Trainerin Janet Fowler-Michel eingestellt ist, bewies sie jüngst, als sie den Liga-Primus aus Heidelberg an den Rand seiner zweiten Niederlage in dieser Saison brachte. "Wir sind gewarnt und richten uns auf ein umkämpftes Duell mit Play-off-Charakter ein. Angesichts von drei Spielen in sieben Tagen mussten wir die Trainingsintensität ein wenig anpassen, haben aber die Fehler, die wir gegen Keltern in der Verteidigung gemacht haben, aufgearbeitet", so Schabacker.