In einem an Höhepunkten armen Spiel haben die Bundesliga-Keglerinnen des SKC Victoria Bamberg den stark ersatzgeschwächten TSV Schott Mainz (4.) mit 7:1 Mannschaftspunkten (MP) und 3560:3239 Kegeln besiegt. Daniela Kicker spielte mit 619 Holz am besten, gefolgt von Beata Wlodarczyk (611) und Ioana Antal (600). Nach diesem Heimerfolg fehlen dem SKC Victoria nur noch drei Mannschaftspunkte aus den letzten beiden Spielen, um sich erneut die deutsche Meisterschaft zu sichern.
Für den designierten Meister kamen im Starttrio Sina Beißer, Sabrina Imbs und Daniela Kicker zum Einsatz. Sie trafen auf Martina Orth-Helbach, Nicole Schreiner und Miriam Große. Während sich Sina Beißer gleich zwei Mal Orth-Helbach geschlagen geben musste (145:141, 155:142), machten es ihre Teamkolleginnen besser. Imbs, die mit Schreiner auf eine Spielerin aus der zweiten Mainzer Mannschaft traf, ließ dem 1:0 (138:113) sofort das 2:0 mit 143:124 folgen. Kicker, die zu Beginn leichte Schwierigkeiten und mit Große eine Gegnerin hatte, die gerade auf die Vollen mithielt, zeigte im Abräumen ein gutes Spiel und holte zweimal einen Rückstand auf, wobei sie mit 141:133 und 152:150 siegte. Im weiteren Spielverlauf steigerte sich Kicker dann erheblich und sorgte mit 159:137 und 167:147 für ein klares 4:0 nach Satzpunkten (SP) bei 619:567 Holz.
Auch Imbs hatte mit Schreiner keine Schwierigkeiten und fuhr den MP ohne Satzverlust bei 560:453 Kegel ein. Inzwischen hatte Beißer auch den dritten Satz mit 138:146 verloren. Martina Orth-Helbach holte den Ehrenpunkt für Mainz, auch wenn Beißer nochmals stark spielte und sich mit 173:143 den letzten Satz sicherte. Der SKC Victoria führte mit 2:1 MP und hatte bereits 167 Kegel mehr auf dem Totalisator.
Im Schlusstrio agierten Ioana Antal, Beata Wlodarczyk und Corinna Kastner für Bamberg gegen Helbach, Westermann und Frühwein. Das Duell von Wlodarczyk gegen Westermann war eine klare Angelegenheit für Bambergs polnische Nationalspielerin. Mit den Ergebnissen von 154:119, 155:139, 142:129 und 160:127 gab sie keinen Satz ab und erreichte mit 611 Kegel das zweitbeste Ergebnis in diesem Spiel. Antal startete mit 166 hervorragend, fiel aber auf enttäuschende 127 ab, was zum 1:1 nach Sätzen führte. Anschließend teilten sich Antal und Helbach mit jeweils 152 den SP. Im letzten Durchgang hatte Antal im Abräumen die größere Präzision und sicherte sich mit 155:143 bei 2,5:1,5 SP den MP in einem spannenden Duell, wie das Gesamtergebnis von 600:592 zeigt. Bei Kastner wechselten sich Licht und Schatten in den ersten beiden Sätzen ab. Waren die Vollen akzeptabel, misslang das Abräumen, gingen die Vollen daneben, gab es ein gutes Abräumen; und dies nutzte Frühwein mit viel Glück gleich zweimal. Mit 143:142 und 140:139 ging die Mainzerin mit 2:0 SP in Führung. Doch Kastner nutzte fortan jede Chance, um Frühwein zu bezwingen. Mit 146:122 verkürzte sie auf 1:2 SP. Für den MP musste sie jetzt unbedingt den letzten Satz gewinnen. Dies gelang ihr mit 149:119 recht deutlich, und so sicherte sich Kastner bei 2:2 SP den MP über das höhere Gesamtergebnis von 576:524 Kegel. Der SKC Victoria sicherte sich fünf Duelle sowie die Gesamtkegelwertung, während Mainz nur einen Duellpunkt ergatterte.
SKC Victoria Bamberg - TSV Schott Mainz 7:1
(17,5:6,5 Satzpunkte, 3560:3239 Holz)
Beißer - Orth-Helbach 1:3 (597:589)
Imbs - Schreiner 4:0 (560:453)
Kicker - Große 4:0 (619:567)
Antal - Helbach 2,5:1,5 (600:592)
Wlodarczyk - Westermann 4:0 (611:514)
Kastner - Frühwein 2:2 (576:524)