"Nach der besten Saisonleistung am letzten Sonntag gegen den Tabellenführer aus Friedberg war das die schlechteste Saisonleistung!" So äußerte sich Teamorganisator Werner Kühhorn nach dem 1:3 gegen den TV Erlangen (8.) und war dabei ziemlich sauer auf seine Mannschaft. Nach dieser Niederlage der Mediteam Volleys (5.) sind die Mannschaften im Mittelfeld der Regionalliga-Tabelle noch enger zusammengerückt. Die Bambergerinnen befinden sich nur noch drei Punkte vor dem Relegationsplatz; nicht vor dem erhofften Rang 2, sondern vor Platz 8, auf dem es um den Klassenerhalt geht. Und sollte es ganz schlimm kommen, könnten die VG-Volleyballerinnen auf eben diesem Rang selbst noch landen, wenn am nächsten Sonntag beim letzten Punktspiel in Marktoffingen kein Satzgewinn gelingt.
Die Partie in der Halle am Georgendamm begann auf beiden Seiten sehr verhalten. Es war schon bei den ersten Ballwechseln zu sehen, dass die Bambergerinnen wohl ihre Form vom letzten Spieltag nicht hatten halten können. Bis zum 13:13 lagen beide Teams gleichauf, es gab keine zwingenden Aktionen, und das Spiel plätscherte vor sich hin. Dann setzte sich Erlangen auf 20:14 ab, unterstützt durch viele leichte Fehler, verschlagene Aufgaben, unsauberes und ungenaues Zuspiel auf Bamberger Seite. Die Mittelfränkinnen zeigten sich wacher und reaktionsschneller. Vor allem war bei ihnen der Wille zu erkennen, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Mit dem 19:25 aus Bamberger Sicht legten sie damit im ersten Satz den Grundstein.
Auch in Satz 2 rissen die Erlanger Damen das Spiel gleich an sich. Nahezu lethargisch bewegten sich die Bambergerinnen, was zu einem schnellen 2:11-Rückstand führte. Eine schwache Annahme machte einen effektiven Spielaufbau unmöglich. Doch jetzt schlichen sich vermehrt Fehler ins Erlanger Spiel ein und Bamberg wurde stärker. Ab Satzmitte gelang es der Zuspielerin, ihre Angreiferinnen effektiver einzusetzen. Vor allem Kathi Schön punktete jetzt von außen und aus dem Rückraum. Zum 15:15 glich Bamberg erstmals aus, um dann in Führung zu gehen. Die Mediteam Volleys hatten jetzt ihre beste Phase des Spiels und gewannen den zweiten Durchgang sicher mit 25:18.
Das war nur ein Zwischenhoch: Viele Eigenfehler und Fehlaufschläge auf beiden Seiten kennzeichneten den Beginn des dritten Satzes. Auf das Bamberger 9:5 folgten vier Annahmen, die direkt beim Gegner landeten und für diesen zu leichten Punkten führten. Erlangen war wieder im Spiel. Erfolgreiche Angriffe von Nora Datz, Alena Raab und Senta Fößel ließen jetzt auch Coach Heriberto Quero etwas freundlicher dreinblicken. Doch eine 20:16-Führung sollte nicht zum Satzgewinn reichen. Der TVE kämpfte um jeden Punkt, und Bamberg brachte den Ball nicht mehr auf den Boden. Beim 23:23 wurde ein "Hammer" von Nora Datz abgewehrt, und Erlangen macht einen leichten Punkt; dazu ein technischer Fehler beim Zuspiel, und der dritte Satz ging mit 23:25 verloren.
Auch im vierten Durchgang lag die VG schnell mit 0:3 hinten. Das 5:5 war der einzige Gleichstand im Satz, Bamberg konnte nicht ein einziges Mal in Führung gehen. Kontinuierlich baute der Gast seine Führung aus. Wieder viele Fehlaufschläge, eine schlechte Annahme und ein häufiges Zuspätkommen bei der Blocksicherung machten es jetzt den Erlangerinnen leicht, ihren Vorsprung auszubauen. Beim 20:24 gab es nochmals ein kurzes Aufbäumen, Kathi Schön wehrte den ersten Matchball ab, doch das 22:25 konnte nicht mehr verhindert werden. Nun können sich die Erlanger Volleyballerinnen weiter Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt machen. Im letzten Spiel geht es für sie gegen den sieglosen Tabellenletzten aus Veitsbronn.
Mediteam Volleys Bamberg: Raab, Fößel, Raddatz, Schröder, Rupp, Schön, Badum, Michel, Datz