Der ganze Verein ist für sein Saison-Highlight auf den Beinen. Die DJK Don Bosco Bamberg, die am Samstag (18 Uhr) den Lokalrivalen FC Eintracht in der Fußball-Bayernliga Nord empfängt, rüstet sich für das erste Stadtduell seit vielen Jahren. "Wir wollen dieses Derby bestmöglich organisieren. Deshalb ist bei uns zur Zeit alles auf den Beinen, was laufen kann", sagt Fußball-Abteilungsleiter Rainer Schmidt.

Seit Wochen laufen die Planungen, in diesen Tagen folgt die Umsetzung. Absperrgitter und Toilettenwagen werden aufgestellt, zwei Verpflegungszelte errichtet. "Nicht nur unsere Mannschaftsspieler aller Altersklassen helfen mit, sondern auch passive Mitglieder und Rentner. Für dieses ehrenamtliche Engagement sind wir unendlich dankbar, denn so einen Aufwand haben wir für ein Heimspiel bisher noch nie betrieben", sagt Schmidt. Die große Frage für ihn und die übrigen Vereinsverantwortlichen beim Bayernliga-Aufsteiger DJK Don Bosco ist dabei: Wie viele Zuschauer wird am Samstag das ersten Bamberger Punktspiel-Derby seit fast 19 Jahren anlocken? 1000, 2000 oder noch mehr?

Die Überlegung, die Partie aufgrund der größeren Kapazität im Fuchsparkstadion auszutragen, haben die Wildensorger schnell wieder aufgegeben. Zum einen wollte die DJK ihren sportlichen Heimvorteil nicht herschenken, zum anderen "wollen wir diese einmalige Atmosphäre auf unserer Anlage, wo die Zuschauer ganz nah am Geschehen dran sind, nicht aufgeben", erklärt Schmidt.


Kein Risikospiel

Aus diesem Grund wird die Rudi-Ziegler-Sportanlage unterhalb der Altenburg kurzfristig erweitert. Zunächst war angedacht, eine mobile Zusatztribüne anzumieten. Dies wurde aber wieder verworfen, da Fundamente hätten gesetzt werden müssen. Dafür wird es nun zusätzlich zur Tribüne einen weiteren Zuschauerblock hinter dem Tor zwischen dem A- und B-Platz geben. Dieser ist für die Gästefans vorgesehen und erhält auch einen separaten Zugang vom Stegauracher Weg her. Dies hat aber nichts mit Sicherheitsbedenken zu tun. "Wir haben keinerlei Auflagen von Verbandsseite oder anderen Behörden bekommen. Und das Derby ist auch nicht als Risikospiel eingestuft worden", sagt Schmidt.

Der DJK-Abteilungsleiter bittet alle Zuschauer am Samstag um eine frühzeitige Anfahrt. Zwar werden Wiesen als zusätzliche Parkmöglichkeiten angeboten. Da die Zufahrt aber nur über die Wildensorger Hauptstraße möglich ist, könnte es zu Behinderungen kommen.