Der für den MSC Scheßlitz startende Lichtenfelser Klaus Barth hat mit seinem neuen Boliden die 46. Auflage des Automobilslalom-Klassikers gewonnen. Zahlreiche Zuschauer bewunderten bei idealen Bedingungen Nordbayerns besten Slalompiloten auf der 900 m langen Bergstrecke bei Tiefenpölz.
Obwohl der Scheßlitzer Titelverteidiger Michael Götz mangels einsatzbereiten Rennfahrzeugs passen musste, stellte der veranstaltende MSC Scheßlitz auch in diesem Jahr den Gesamtsieger. Barth betrat mit dem neu erworbenen Einsatzfahrzeug Opel Kadett C-Coupe die Bühne, brannte zwei fehlerfreie Läufe in den anspruchsvoll gesteckten Parcours und sorgte am Ende eines spannenden Tages für das Glanzlicht. Doch bevor es so weit war, wurden die Sieger in den verschiedenen Klassen ausgefahren. Bei den kleinen Serientourenwagen der Klasse G6/7 gewann der Nürnberger Robert Schlehuber auf VW Polo. Die Klasse G4/5 ging an den Kronacher Routinier Horst Fischer mit seinem Suzuki Swift.
In der Klasse G3 gab es den ersten Klassensieg für den MSC Scheßlitz. Nach längerer Abwesenheit zeigte der Redwitzer Özdemir Turabi mit seinem BMW 318 iS, dass er das Slalomfahren nicht verlernt hatte und ließ in einer stark umkämpften Klasse neun weitere Konkurrenten hinter sich. Der Sieg in der Klasse der stärksten Serienfahrzeuge ging an Andreas Krämer vor Vater Helmut Krämer, Doppelstarter auf BMW M3. Bei den verbesserten Fahrzeugen der Klasse F8 kämpften 15 Piloten um den Sieg. Lokalfavorit Adrian Fischer verlor aufgrund eines Pylonenfehlers Rang 3 und wurde Sechster. Sein Teamkollege Kevin Martin wurde Zwölfter.

Bärenstrauch behält Nerven

In der Klasse F10, mit elf Startern ebenfalls sehr stark besetzt, behielt ein weiterer Scheßlitzer Lokalmatador die Nerven. Eric Bärenstrauch blieb fehlerlos und gewann mit 0,24 Sek. Vorsprung. Der für den AC Bamberg startende Bernd Schrüfer wurde Dritter, Tocher Ramona Mirwald-Schrüfer wurde Sechste und Jürgen Hohberger vom MSC Scheßlitz Siebter. Mit seinem BMW M3 holte sich das Ehepaar Horst und Inge Scherzer vom MSC Pegnitz einen lupenreinen Doppelsieg in der Klasse F11. Für Inge Scherzer war dies gleichzeitig auch der Gewinn der Damenwertung.
Die meisten Zuschauer verfolgten am Nachmittag die Rennläufe bei den stark verbesserten Fahrzeugen in der Gruppe H. Bei den kleinen "1300ern" ging der Sieg an Michael Wunder im Audi 50 vor Arnfried und Stefan Bätz mit ihrem knallgrünen Opel Kadett. Und dann ging es um den Sieg in der Gruppe H und den Gesamtsieg.
Die Spannung war greifbar, als Timo Weiß, Peugeot 205, Klaus Barth, Opel Kadett C-Coupe, und insgesamt weitere zwölf Piloten sich gegenseitig zu immer höherem Tempo anspornten. Ein Raunen ging durch die Zuschauerreihen, als auf der Zeitanzeige immer schnellere Zeiten aufleuchteten. Weiß und Barth blieben fehlerfrei. Am Ende siegte Klaus Barth in der Gruppe H mit 0,45 Sek. Vorsprung vor Timo Weiß. Der Gesamtsieg ging ebenfalls an Barth, Zweiter wurde Andreas Krämer, Dritter Timo Weiß. Alle drei lagen innerhalb von 0,45 Sek. Trotz des überragenden, ingesamt 125 Teilnehmer zählenden Starterfeldes schaffte es der MSC Scheßlitz, die Veranstaltung im Zeitplan und störungsfrei mit den Gleichmäßigkeitsläufen der Oldtimerklasse zu beenden. Hier gewann der Nordhalbener Mirko Köstner auf Fiat 500, mit 9/100 Sekunden Zeitdifferenz. Fritz Andiel (MSC Scheßlitz) mit seinem NSU TT wurde mit 36/100 Sekunden Achter.