Nach dem 79:73-Auswärtserfolg in Osnabrück und dem Ende ihrer Negativserie warten auf die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg die beiden bayerischen Derbys in der Bundesliga (DBBL). Ehe es zum unangefochtenen Spitzenreiter nach Wasserburg geht, sind am Samstag um 17 Uhr die Friendsfactory Baskets aus Nördlingen in der Graf-Stauffenberg-Halle zu Gast. Mit dabei: Ex-DJKlerin Kathrin Gut.
Die 22-Jährige freut sich, wie sie selbst sagt, auf das Wiedersehen und die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Auf dem Feld wird die Freundschaft aber für 40 Minuten ruhen müssen. "Ich verfolge natürlich, was meine ehemaligen Teamkolleginnen machen und hoffe, dass sie den Klassenerhalt schaffen. Nichtsdestotrotz wollen wir die Punkte aus Bamberg mitnehmen. Im Rennen um die Play-offs zählt für uns nur ein Sieg", formuliert Gut die Zielsetzung ihrer Mannschaft. Die gewann nach einer wackeligen Hinserie mit der Verpflichtung der weißrussischen, mit Erfahrung in der Nationalmannschaft versehenen Spielmacherin Aliaksandra Tarasava deutlich an Führung, stellt bei ihrer Bilanz auf fremdem Parkett aber das exakte Äquivalent zur Ausbeute der DJK Brose in eigener Halle dar. Einzig das formell als Auswärtsspiel geltende Duell mit Herne im Rahmen der Saisoneröffnung in Oberhausen konnten die Nördlingerinnen zu ihren Gunsten entscheiden. Die fünf darauf folgenden Gastspiele gingen allesamt verloren, wobei das letzte in Chemnitz unerwartet einseitig verlief (62:89). Bamberg wiederum startete mit einem Sieg über Freiburg in die Spielzeit, wartet allerdings noch auf den ersten "echten" Heimerfolg in der Graf-Stauffenberg-Halle.
Eine wenig erbauliche Serie wird an diesem Samstag also in jedem Fall enden. Auf die Frage, warum es die der Gastgeberinnen sein wird, gibt Ulf Schabacker eine klare Antwort: "Weil wir es mehr wollen!" Vor seinem zweiten Heimspiel als DJK-Cheftrainer ist er überzeugt davon, dass der jüngste Sieg nach zuvor sieben Niederlagen in Folge "die Blockaden im Kopf gelöst und der Mannschaft neues Selbstbewusstsein gegeben hat".
Wenngleich phasenweise noch immer Konzentrationsmängel auszumachen waren, sah Schabacker in Osnabrück klare Fortschritte im Spiel seiner Schützlinge: "Wenn wir in der Offensive kontrolliert gespielt und den Ball in gute Positionen gebracht haben, waren wir auch erfolgreich. Nördlingen ist natürlich eine andere Hausnummer. Aber die Spielerinnen haben gesehen, wie sie spielen müssen, um gute Optionen zu bekommen. In der Verteidigung gilt es ähnlich kompakt zu stehen wie im ersten Viertel gegen Langen oder über 30 Minuten in Osnabrück und die guten Schützen des Gegners zu kontrollieren." Allen voran Regisseurin Tarasava (14,0 Punkte pro Partie), die Finnin Linda-Lotta Lehtoranta (11,7) und Morgan Henderson (11,0) müssen die Bambergerinnen dabei auf dem Zettel haben. Lautstarke Unterstützung werden Jessica Miller & Co. im Duell mit dem Tabellenachten von den Rängen erhalten: Neben der Brose-Baskets-Brass-Band, die bereits im Heimspiel gegen die Rhein-Main Baskets ordentlich Stimmung machte, wird auch der Fanclub Faszination Basketball eine starke Abordnung stellen, um für Derby-Atmosphäre zu sorgen.