Bamberg — 48 Punkte reichen zum Direktaufstieg in die Regionalliga Bayern. Deshalb hatten der FC Eintracht Bamberg und auch der VfL Frohnlach am Samstag trotz ihrer 0:2-Heimniederlagen gegen Schlusslicht SpVgg Unterhaching II bzw. den FC Ismaning Grund zum Feiern. Ein Grund ist, dass der Tabellenneunte FSV Erlangen-Bruck verkündet hat, nicht in die neue Regionalliga-Bayern aufsteigen zu wollen, so dass Rang 10 derzeit für die Qualifikation reicht. Dazu kommt die Heimniederlage des Zehnten TSV Großbardorf (41 Punkte), der gegen Eltersdorf mit 3:5 verlor, und am nächsten Samstag auf den Elften FC Ismaning (40 Punkte) trifft. Egal wie dieser direkte Vergleich auch enden wird, ein Team hat nach diesem Duell maximal 41 Punkte und hätte dann selbst bei Niederlagen von Frohnlach (49) oder Bamberg (48) immernoch mindestens acht bzw. sieben Zähler Rückstand. Bei dann nur noch zwei ausstehenden Partien wäre dieser Rückstand nicht mehr aufzuholen.

Die Mannschaft von Trainer Christoph Starke unterlag am Samstag nach einer schwachen Leistung mit 0:2. "Wir sind natürlich enttäuscht", sagte FCE-Trainer Christoph Starke unmittelbar nach Spielschluss, als er das Ergebnis der Großbardorfer noch nicht kannte. Deren Spiel hatte eine Stunde später begonnen. "Die Mannschaft hat sich viel vorgenommen. Man hat aber von Anfang an gemerkt, dass es an diesem Tag einfach nicht passt. Wir sind in keiner Phase des Spiels richtig in Tritt gekommen, die schnellen Tore haben uns auf die Verliererstraße gebracht", meinte Trainer Starke.

Tatsächlich war es so, dass der Gast von Beginn an Druck auf das Gehäuse von Florian Muckelbauer ausübte. Bereits in der 8. Min. sahen sich die Domstädter im Rückstand. Nach einem schnellen Vorstoß über die linke Seite konnte Andreas Roth im Strafraum ungestört quer legen auf Unal Tosun, der aus nächster Nähe zum 0:1 einschieben durfte. Zu viele Ballverluste, zu viele Fehlpässe und wenig Kreativität im Spielaufbau prägten das Spiel des FC Eintracht. In der 29. Min. schloss Kadrijaj einen Konter, bei dem die FC-Defensive abermals schlecht agierte, zum 0:2 ab, was doch hörbar auf die Stimmung unter den 500 Zuschauern im Fuchs-Park-Stadion schlug.

Heyer verschießt Elfmeter


Nach der Pause präsentierten sich die Bamberger zunächst etwas engagierter. Ein Kopfball von Kaiser in der 46. Min. aber ging, wie schon bei einem Versuch in der ersten Hälfte, über das Tor von Marjan Krasnic. In der 58. Min. wurde der zur Halbzeit eingewechselte Alexander Deptalla im Strafraum von Andreas Martin zu Fall gebracht. Peter Heyer trat an, der Torschrei schallte bereits über die Lautsprecheranlage, doch zu früh gefreut: Der FC-Torjäger setzte diesen Strafstoß an die Latte. "Dass der Elfer auf die Latte ging, hat zum Spiel gepasst", ärgerte sich Starke. Und konnte in der Folgezeit froh sein, dass der Rückstand seiner Elf nicht noch größer ausfiel. Chancen für den Gegner waren da, doch spielte die Deutinger-Truppe ihre Angriffe zu wenig konsequent zu Ende bzw. schloss diese bisweilen nur mit einem Schüsschen ab. Erwähnenswert auf Seiten der Gastgeber bis zum Abpfiff: Fischers Lattentreffer nach Unsicherheiten im Hachinger Fünfmeterraum in der 80. Min. So blieb es nach 90 Minuten beim 0:2.

Christoph Starke: "Bei uns waren einfach zu wenige Spieler in Normalform, deswegen haben wir die Partie auch verdient verloren."

Zufrieden hingegen zeigte sich sein Gegenüber Harry Deutinger: "Wir wurden im Vorfeld als krasser Außenseiter gehandelt, ich selbst habe das nicht so gesehen. Am Dienstag haben wir zwar mit Unterstützung der Profis gewonnen, allerdings haben wir mit unserer jungen Mannschaft in Buchbach einen Punkt geholt. Wir waren über weite Strecken - bis zur 70. Minute - das bessere Team. Wenn der Elfmeter aber verwandelt wird, dann bekommen wir vielleicht noch einmal Probleme. Ich bin sehr zufrieden, weil wir in der Rückrunde insgesamt immer stärker werden."