Mit seinen acht Dreiern bei neun Versuchen in nicht einmal 18 Minuten Spielzeit verdiente sich Darius Miller nicht nur die MVP-Ehren des ersten Final-Spieltags, sondern auch den Krieger-Namen "Killer-Miller", der vor allem in den sozialen Netzwerken begeistert aufgenommen wurde. Am Dienstag meldeten die Brose Baskets, dass sie sich mit Miller auf eine Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre bis Ende der Spielzeit 2017/2018 geeinigt haben. Damit konnte der siebenmalige deutsche Meister einen weiteren wichtigen Eckpfeiler des Teams längerfristig binden.

Der Scharfschütze tritt bei den Brose Baskets die Nachfolge des legendären Esten in Bamberger Diensten, Gert Kullamäe (2002-2004), an, der sich durch zehn Dreier in der FIBA Europe League gegen Ural Great Perm den Beinamen "Killermäe" verdient hatte.


"Gegen Top-Klubs behauptet"

"Wir sind sehr froh, dass wir Darius davon überzeugen konnten, seinen Vertrag bei uns zu verlängern. Er ist enorm wichtig für die Mannschaft. Dass er sich für Brose entschieden hat, zeigt, dass unser Konzept greift. Wir haben uns im Wettbewerb mit anderen europäischen Top-Klubs durchgesetzt. Das macht uns sehr stolz und bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen", betont Geschäftsführer Rolf Beyer.

Und Miller, der durch seine Vielseitigkeit in Angriff und Verteidigung besticht, betont: "Die Organisation tut mir mehr als gut. Ich kann mich auf hohem europäischen Niveau weiterentwickeln. Ich freue mich auf zwei weitere Jahre."

"Darius weiß manchmal gar nicht, wie gut er ist. Wir müssen ihn davon überzeugen, dass er sehr stark ist. Er stand am Ende der Passkette und hat die Würfe getroffen. Er war aber auch in der Verteidigung exzellent", charakterisierte Trainer Andrea Trinchieri am Sonntag einen seiner Stars.

Im Februar 2015 wechselte der Amerikaner von den New Orleans Pelicans nach Bamberg und gewann mit den Oberfranken im vergangenen Sommer gleich die nationale Meisterschaft.