Was der Bezirksoberliga-Meister aus Schwaben, der FC Affing, bereits am Mittwochabend geschafft hatte, das gelang am Donnerstag auch dem FC Amberg. Der Meister der Oberpfalz schaffte ebenfalls den doppelten Aufstieg von der Fußball-Bezirksoberliga bis in die Bayernliga. Ganz knapp und etwas unglücklich verpasste das der Unterfranken-Sieger. Der ASV Rimpar unterlag denkbar unglücklich mit 2:3 beim SV Alemannia Haibach, der zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bayernliga aufsteigen konnte. Erstmals in der Bayernliga spielt der FC Unterföhring nach dem 1:0-Erfolg über den FC Ergolding. Die DJK Don Bosco Bamberg hatte mit dem 6:2 in Feucht bereits den Grundstein für den Sprung in die Bayernliga gelegt. Im Rückspiel reichte den Oberfranken nun ein 2:2 gegen den Mittelfranken-Meister SC Feucht. Damit ist die Relegation auf Verbandsebene abgeschlossen, jetzt kann der Verbandsspielausschuss die neuen Ligen einteilen, was bis zum Wochenende passieren soll.

DJK Don Bosco Bamberg - SC Feucht 2:2
Am Ende konnten beide Mannschaften feiern. Feucht den Landesliga-Aufstieg nach drei Jahren Bezirksoberliga und Bamberg den ersten Bayernliga-Aufstieg in der Vereinsgeschichte. Das war ein versöhnlicher Abschied für den scheidenden Trainer Georg Lunz, der neun erfolgreiche Jahre in Bamberg hatte. Der Bezirksoberliga-Meister aus Mittelfranken hat sich zumindest rehabilitiert. "Wir wollten nach der 2:6-Heimniederlage in Bamberg ein gutes Ergebnis erzielen. Das ist uns mit dem 2:2 auch gelungen. Damit haben wir die Saison mit der Meisterschaft in der Bezirksoberliga und dem Aufstieg in die Landesliga abgeschlossen", bilanzierte Klaus Mösle, der Trainer des SC Feucht.
Vor 500 Zuschauern auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage lief nach sieben Minuten Stefan Reck alleine aufs Gästetor zu. Er ließ sich aber beim Umspielen des Torwartes zu weit abdrängen, so dass die Chance vertan wurde. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf dem Kunstrasenplatz. In der 31. Min. bekam die DJK einen Freistoß zugesprochen, den Benjamin Bachhuber gekonnt ins Eck setzte zur umjubelten Führung.
Kurz danach hatte Tobias Reißner eine gute Chance, auf 2:0 zu erhöhen, aber er scheiterte an SC-Torwart Kredel. Dann, kurz vor der Pause, wie aus dem nichts ein gutes Zuspiel der Gäste zu Mario Swierkot, der freistehend aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich einnetzte (42.).

Feucht geht in Führung


Nach dem Wechsel kamen die Gäste etwas stärker auf. In der 53. Min. hatten die Mittelfranken eine dicke Chance, in Führung zu gehen, aber Sebastian Schulik scheiterte aus kurzer Distanz am überragend haltenden DJK-Torwart Philipp Ulllein. Besser machte es Schulik in der 58. Min., als er DJK-Torwart Ullein überwand und seine Mannschaft in Führung brachte.
Die DJK war aber keinesfalls geschockt und hatte kurz danach durch Stefan Reck Pech mit einem Heber aus 16m, der an die Latte ging. Don Bosco erhöhte wieder den Druck aufs Feuchter Tor. Das wurde in der 72. Min. belohnt. Wiederum war es Benjamin Bachhuber, der mit einem super Freistoß aus 20 Metern zum 2:2-Ausgleich unter großem Beifall erfolgreich war.
Danach zeigte die DJK, dass sie einfach die bessere Mannschaft hatte, sowohl spielerisch als auch kämpferisch. In der 81. Min. hatten die Gäste durch Mario Swierkot Pech mit einem Freistoß, der an den Pfosten ging. Nur zwei Minuten später hatte Tobias Reißner ebenfalls Pech mit einem Schuss, der am Pfosten landete. Die Gäste schwächten sich noch unnötiger Weise mit einer Roten Karte nach groben Foulspiel für Christian Schönweiß in der 84. Min.
Danach brachen dann bei der DJK Don Bosco alle Dämme und der Jubel zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte kannte keine Grenzen. mk

Die Statistik


DJK Bamberg: Ullein - Leicht (82. Scharfenberg), Kropf, Endres (73. Krause), Ultsch, (60. Strobler), Jessen, Bachhuber, Müller, Reißner, Wunder, Reck / SC Feucht: Kredel - Eigl, Reuß, Förster, Preisser, Schönweiß, Hamdi, Wolf, Swierkot, Spielbühler, Schulik (77.Al Hassan) / SR: Ehwald (Geldersheim) / Zuschauer: 500 / Tore: 1:0 Bachhuber (31.), 1:1 Swierkot (42.), 1:2 Schulik (58.), 2:2 Bachhuber (72.)