Nach zwei unglücklichen Heimniederlagen stehen die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Sonntag ab 15 Uhr bei den BasCats USC Heidelberg vor einer richtungweisenden Partie. Ebenso wie der derzeitige Tabellendritte aus München ist der Halbfinalist der Vorsaison den Bambergerinnen punktgleich auf den Fersen; und auch der TSV Wasserburg II hat nach dem 67:58-Erfolg n.V. in der Graf-Stauffenberg-Halle nur noch einen Sieg Rückstand auf die Play-off-Ränge. Nicht nur deshalb geht es für die DJK im drittletzten Spiel des Jahres um mehr als zwei Punkte.
Vielmehr noch geht es darum, die jüngsten Rückschläge hinter sich zu lassen, sich mit Vertrauen in die eigene Leistung den gegenwärtigen Herausforderungen zu stellen und an deren Bewältigung zu wachsen. Auch und gerade deshalb, weil sich die zurückliegende Trainingswoche alles andere als einfach gestaltete. Während Kapitänin Liisi Sokman noch am Mittwoch in Tallinn mit der estnischen Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien das Nachsehen hatte (55:67), musste Kathrin Gut, die im Wasserburg-Spiel umgeknickt war, zwei Tage pausieren beziehungsweise kürzer treten. Komplett verzichten müssen die Brose-Damen zudem auf Sandra Schrüfer. Die eingehende Untersuchung der 19-jährigen Spielmacherin bestätigte die Vermutung Bänderriss und hat eine Zwangspause von bis zu sechs Wochen zur Folge.


"Müssen uns gegenseitig helfen"

Für die Mannschaft gilt es somit, in den verbleibenden Begegnungen bis zur Spielpause über Weihnachten und den Jahreswechsel noch enger zusammenzurücken. "Wir müssen uns auf und neben dem Feld gegenseitig helfen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, gerade auch für die Spielerinnen, die jetzt unter Umständen mehr Verantwortung übernehmen müssen", betont die zu Wochenbeginn gesundheitlich ebenfalls leicht angeschlagene Ieva Jansone.
In Heidelberg treffen Sokman & Co. auf einen zuletzt zwar auch dezimierten, im Vergleich zur vergangenen Spielzeit personell aber kaum veränderten Gegner, dessen Korsettstangen die bewährten US-Kräfte Erica Carlson (15,6 Punkte und 11,1 Rebounds pro Partie) und Serena Benavente (10,4 Punkte) bilden. "Mit Carlson und Berit Adrion sind die BasCats unter dem Korb sehr stark aufgestellt. Sollte Benavente nach ihrer Verletzung wieder dazustoßen, würde das sicher einen zusätzlichen Schub für die Mannschaft bedeuten. Von daher erwarte ich ein enges Spiel ohne Favoriten", blickt Ulf Schabacker voraus.
Trotz fehlenden Selbstvertrauens nach zwei ernüchternden Heimniederlagen gegen Mainz und Wasserburg - noch dazu nach Verlängerung - zeigt sich Bambergs Headcoach dabei optimistisch. Die Mannschaft habe in einigen Spielen bereits gezeigt, was sie zu leisten imstande ist und die nötige Intensität in der Verteidigung bewahrt, um aus dem Loch herauszukommen. "Wir durchleben momentan eine schwierige Phase, die bei einer neu formierten Truppe im Laufe einer Saison nicht ungewöhnlich ist. Dazu kommen personelle Handicaps. Aber das Engagement als Grundlage stimmt. Die Defensive funktioniert, der Motor stottert in der Offensive. Ihn wieder zum Laufen und damit das Momentum wieder auf unsere Seite zu bringen, ist unser Ziel", gibt Scha-backer die Marschroute für das letzte Auswärtsspiel des Jahres vor. red