Die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg machen es weiter spannend. Durch ihre 64:67 (33:35)-Niederlage bei der Zweitliga-Reserve des TSV 1880 Wasserburg verpasste die Mannschaft des Trainergespanns Ulf Schabacker und Tobias Haßfurther am Sonntagnachmittag einen entscheidenden Schritt in Richtung Play-off-Qualifikation. Um dieses aus eigener Kraft zu schaffen, wird das Team an seiner Fehleranfälligkeit arbeiten müssen.
Bis zum 59:54 fünf Minuten vor dem Ende der Partie befanden sich Liisi Sokman & Co. auf Kurs, verloren nach zwei Dreiern der Gastgeberinnen jedoch nicht nur die Führung, sondern auch die Ordnung. Für den TSV übernahmen in dieser Phase die Routiniers Tiffany Porter-Talbert und vor allem Rebecca Thoresen, die zehn der letzten 13 Zähler markierte. Darunter traf sie auch die entscheidenden Freiwürfe, wobei sie sowohl beim 62:63 als auch beim 62:64 aus Bamberger Sicht einen Versuch daneben setzte. Damit bot sich den DJK-Damen die Chance, sich zumindest in die Verlängerung zu retten. Doch Daniela Vogels Entscheidung, auf schnelle zwei Punkte zu gehen, passte ins Bild einer unglücklichen Schlussphase. Lediglich 1,6 Sekunden Restspielzeit blieben für den letzten Verzweiflungswurf aus der eigenen Hälfte, nachdem Ieva Jansone erneut Thoresen gefoult und an die Linie geschickt hatte.


"Haarsträubende Fehler"

"Wir haben lange geführt, ordentlich gespielt und gut verteidigt. Mit unseren haarsträubenden Fehlern haben wir Wasserburg dann stark gemacht", haderte Headcoach Ulf Schabacker sichtlich frustriert mit dem vermeidbaren Rückschlag auf der Zielgeraden der Hauptrunde. "Seit Saisonbeginn predigen wir, dass unsere Überkopf-Pässe in oder über die Zone abgefangen werden. Erst recht, wenn man gegen eine Mannschaft mit zwei so abgezockten Profis wie Porter-Talbert und Thoresen spielt. Von unserem Ansatz, schnell nach vorne spielen zu wollen, war auch nicht viel zu sehen. Und wenn, dann höchst fehleranfällig. Dazu kommt, dass wir uns in der Offensive immer wieder von an sich guten in schlechte Positionen bringen - insbesondere mit Ablauf der Uhr. Diese Fehler bzw. Ballverluste haben uns den Sieg gekostet." Sowohl Mitte des zweiten als auch des dritten Durchgangs hatte es seine Truppe durch das Auslassen bester Gelegenheiten versäumt, aus guten Verteidigungssequenzen Kapital zu schlagen und sich einen deutlicheren Vorteil zu verschaffen.


Letztes Hauptrunden-Heimspiel

Am Samstag um 16.30 Uhr steht für die DJK Brose Bamberg nun das letzte Hauptrunden-Heimspiel an. Zu Gast in der Graf-Stauffenberg-Halle sind dann die BasCats USC Heidelberg, die sich mit einem 71:64-Sieg gegen Karlsruhe zwei Spieltage vor Punkteschluss Tabellenplatz 2 und damit das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde sicherten. red
TSV 1880 Wasserburg II: Thoresen (18), Hellauer (14), Vujacic (11), Bayerl (8), Porter-Talbert (7), Stemmer (5), Luthardt (3), Schwab (1), Sattler, Zeller / DJK Brose Bamberg: Jansone (14), Cantrell (10), Vogel (10), Sokman (9), Schrüfer (8), Lehnert (6), Förner (5), Gut (2), Landwehr, Nadolski