Für die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg ist das Rennen um den DBBL-Pokal beendet. Im Achtelfinale musste sich die ersatzgeschwächte Mannschaft von Headcoach Steffen Dauer beim amtierenden deutschen Meister und Spitzenreiter TSV 1880 Wasserburg mit 55:94 geschlagen geben. Die volle Konzentration gilt damit ab sofort der Liga, wo am Samstag (17 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle) das wichtige Heimspiel gegen Saarlouis auf dem Plan steht.

Ohne Chance beim Spitzenreiter

"Dass Wasserburg kein Team ist, mit dem wir uns messen können, sollte niemanden überrascht haben. Die Qualität, die dort vorhanden ist, gibt es in der Liga kein zweites Mal", so DJK-Trainer Steffen Dauer. Trotz Euro-Cup-Belastung unter der Woche ließ der amtierende Meister von Beginn an keinen Zweifel daran, welches Team das Parkett als Sieger verlassen würde. Wie schon beim Ligaspiel Ende Oktober in Bamberg spielten die Oberbayerinnen ihre körperlichen Vorteile aus, dazu stellte Anne Breitreiner mit drei erfolgreichen Dreiern im ersten Viertel ihre Klasse unter Beweis. So lagen die DJK-Damen bereits nach zehn Minuten mit 21 Zählern zurück (9:30).

"Wir hatten unter den Körben wenig zu bestellen, wodurch sich die Angelegenheit leider schnell in eine Richtung entwickelt hat. Ab dem zweiten Abschnitt haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten besser dagegengehalten, aber der Unterschied war deutlich sichtbar", so Dauer. Zwar gelang es den Bambergerinnen, in kurzen Phasen die Übermacht des Meisters ein wenig einzudämmen, ab dem 16:46 bewegte sich die Differenz aber stetig im Bereich von 30 Punkten. Daran vermochte auch Taleya Mayberry nichts zu ändern, die mit 30 Zählern erneut eine herausragende Vorstellung bot. Zehn Treffer mehr aus dem Feld, gar 18 mehr von der Freiwurflinie und eine klare Reboundüberlegenheit (46:30) bescherten den Gastgeberinnen, deren Headcoach Bastian Wernthaler ohne Auszeit auskam, am Ende im Schongang den Viertelfinaleinzug.

"Wasserburg ist eine überragende Mannschaft. Sie spielen sehr teamorientiert und jede Spielerin hat die Qualität, ihre Nebenleute besser zu machen. Es gibt in Deutschland nichts Vergleichbares. Das verdient eine Menge Respekt. Aber sie sind nicht unsere Kragenweite. Auf uns wartet jetzt in der Liga ein sehr, sehr wichtiges Spiel. Wir werden die Woche über hart arbeiten, um als Team besser zu werden, und dann am Samstag noch einmal alles geben", so Jessica Miller. seha

DJK Brose Bamberg:
Mayberry (30), Beck (5), Benzio (4), Miller (4), Münder (4), Hartmann (3), Sokman (3), Vogel (2), Dorberth, Zeis

TSV 1880 Wasserburg:
Sten (19), Breitreiner (16), Brunckhorst (16), Cannon (16), Roglic (8), Wagner (6), Jeltema (5), Dover (4), Thoresen (2), Zeller (2), Aß, Kaup