Es ist schon eine goldene Generation, die seit einigen Schuljahren am Clavius-Gymnasium im Mädchen-Basketball herangewachsen ist. Viermal hintereinander wurden die CG-Schülerinnen bayerischer Meister. Nach zwei Siegen in Wettkampf IV auf Landesebene durften sie dann in Wettkampf III endlich zum Bundesfinale nach Berlin reisen und gewannen dort im vergangenen Jahr gleich den Titel. In diesem Jahr ist es ihnen sogar gelungen, den Erfolg zu wiederholen.

Bemerkenswert ist dabei aber nicht nur die erfolgreiche Titelverteidigung, sondern die Überlegenheit der CG-Mädchen. Sie dominierten das Turnier auf eine für die Gegnerinnen fast schon beängstigende Art und Weise. Die Vorrundenspiele gegen die Gebrüder-Humboldt-Schule Wedel (Schleswig-Holstein), das Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) und das Walddörfer-Gymnasium Hamburg gewannen sie mit 51:22, 55:16 und 64:18. In die Zwischenrunde wurde das Ergebnis gegen den Gruppenzweiten aus Wedel mitgenommen. Die weiteren Gegner, das Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen aus Baden-Württemberg und die Main-Taunus-Schule aus Hofheim (Hessen), bezwang das CG-Team mit 42:15 und 54:12 und qualifizierte sich so für das Halbfinale.


58:10-Sieg über den Mitfavoriten

Dort traf man dann auf das Internat Schloss Hagerhof, das zu den Turnierfavoriten gezählt wurde. Wer aber glaubte, es käme endlich einmal zu einem hart umkämpften Match, sah sich sehr schnell getäuscht. Von der ersten Minute an zeigten die Bambergerinnen, dass sie keine Zweifel aufkommen lassen wollten, wer ins Finale einzieht. Mit einem deklassierenden Endergebnis von 58:10 erreichten sie überlegen das Endspiel, in dem sie erneut auf die Main-Taunus-Schule Hofheim trafen, die ebenfalls ihr Halbfinale gewonnen hatte.

Nach dem klaren Sieg über Hofheim in der Zwischenrunde musste Betreuerin Birgit Leykam ihr Team lediglich ermahnen, das Finale nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Davon war dann auch überhaupt nichts zu spüren. Hochkonzentriert in Abwehr und Angriff gingen die CG-Mädchen in dieses Match und machten sofort deutlich, dass sie beim Sieg in der Zwischenrunde noch nicht einmal ihr ganzes Leistungsvermögen abgerufen hatten. Über eine 37:8-Pausenführung wurde schließlich ein 71:13-Erfolg herausgespielt. Das Clavius-Gymnasium hatte seinen Titel souverän verteidigt.

Sieben Siege in sieben Spielen, die jeweils nach dem Turniermodus über zweimal zehn Minuten (Endspiel zweimal zwölf Minuten) ausgetragen wurden, mit einem Korbverhältnis von 395:106 sind Beleg für die Überlegenheit der CG-Mädchen, die eigentlich in einer eigenen Liga spielten. Das wurde von allen Zuschauern, Funktionären und selbst den Anhängern der gegnerischen Mannschaften neidlos und mit Respekt anerkannt.

Vor allem die WNBL-Spielerinnen Jana Barth, Julia Förner, Magdalena Landwehr und Kim Siebert überzeugten durch ihre intensive Abwehrarbeit und ihr tempo- und variantenreiches Angriffsverhalten, das viel Spielübersicht und Spielintelligenz verriet. In dieses System fügte sich Julia Kamm nahtlos ein und ergänzte dieses Quartett zu einer hervorragenden Starting Five. Die Betreuer Birgit Leykam und Jürgen Schardt ermöglichten aber auch den jüngeren Spielerinnen viel Einsatzzeit, in der sie wertvolle Wettkampferfahrung sammeln konnten.
Der überzeugende Erfolg des Clavius-Gymnasiums beim Bundesfinale ist einerseits eine Bestätigung für die hervorragende Vereinsarbeit im Bamberger Basketball, zeigt aber auch, mit welchem Engagement Mädchenbasketball am Clavius-Gymnasium betrieben wird. kl