Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Zum dritten Mal nach 2007 und 2012 haben die Bamberger Bundesliga-Basketballer in einer Play-off-Serie gegen Bonn nach einer Auftaktniederlage den Heimvorteil postwendend wieder zurückgeholt. Und hält dieses "Gesetz der Serie", dann gehen sie als Sieger aus dem im Modus "best-of-five" ausgetragenen Viertelfinals hervor. Eine Entscheidung darüber fällt aber frühestens am Dienstag in Spiel 4 in Bonn. Zunächst wollen sich die Bamberger am Sonntag (15 Uhr/Sport1 live) im dritten Duell in eigener Halle den Matchball für diese Partie sichern.

"Wir haben uns viel zu nachlässig und weich in unserer Verteidigung präsentiert und 93 Punkte in eigener Halle zugelassen. Das darf uns nicht wieder passieren", warnt Rolf Beyer angesichts des 92:93 vor einer Woche. Der Brose-Geschäftsführer war aber zufrieden damit, dass das Team nach der überraschenden Heimniederlage zum Play-off-Auftakt am Mittwoch die richtige Reaktion gezeigt hat: "Mit dem Spiel im Bonn haben wir uns auf alte Tugenden besonnen, waren fokussiert, konzentriert und auch ein bisschen wütend. Spiel 1 hat uns einmal mehr gezeigt, dass wir alle - Mannschaft, Trainer, Verantwortliche, Fans - immer an unser Limit gehen müssen."

Mit dem überzeugenden 87:71-Sieg beim Hauptrunden-Siebten hat sich der Titelverteidiger nicht nur den Heimvorteil in der Viertelfinalserie postwendend zurückgeholt, sondern ist auch wieder klarer Favorit auf den Einzug ins Halbfinale - zumal mit Josh Mayo Bonns bester Spieler am Sonntag fehlen wird. Der Aufbauspieler "laboriert an Problemen der rückwärtigen Oberschenkelmuskulatur des rechten Beins", teilten die Telekom Baskets mit. Mayo hatte die Rheinländer mit 25 Punkten in Bamberg zum Sieg geführt und stand dabei 40 Minuten auf dem Parkett.

Dieser hohen Belastung musste er in Spiel 2 Tribut zollen, als er im dritten Viertel mit Schmerzen im Bein aufhören musste. Bis dahin hatte der Topscorer ebenfalls durchgespielt. "Sein Fehlen werden wir im Kollektiv bestmöglich versuchen zu kompensieren", meinte der Bonner Trainer Predrag Krunic. Der Ex-Bamberger Ryan Thompson hat die Hoffnung auf den nächsten Coup in der Brose-Arena nicht aufgegeben: "Wir haben gezeigt, dass wir die Bamberger schlagen können."

Ohne ihren Anführer wird dies allerdings wesentlich schwerer. Nach dem Ausfall Mayos wird Bonns siebter Ausländer Jamarr Sanders eine neue Chance erhalten. Der im Januar nachverpflichtete Aufbauspieler kam aufgrund der "6+6-Regel" in der Bundesliga zum zehnten und bislang letzten Mal bei der 72:84-Niederlage in München vor vier Wochen zum Einsatz.


Play-off-Viertelfinale im Überblick

Brose Bamberg (2.) -
Telekom Baskets Bonn (7.)

(best-of-five-Serie - Stand 1:1)

Spiel 1 Bamberg - Bonn 92:93
Spiel 2 Bonn - Bamberg 71:87
Spiel 3 am Sonntag, 15 Uhr,
in Bamberg
Spiel 4 am Dienstag, 16. Mai, 20.30 Uhr, in Bonn
falls erforderlich:
Spiel 5 am Donnerstag, 18. Mai, 20.30 Uhr in Bamberg