Bei bestem Laufwetter haben in Kemmern die bayerischen Meisterschaften im Crosslauf stattgefunden. Insgesamt wurden - gestaffelt nach Alter, Geschlecht und Streckenlänge - zehn Meisterschaftsläufe und zwei Rahmenwettbewerbe (Schüler- und Hobbylauf) ausgetragen. Für seine Organisation erntete der SC Kemmern höchstes Lob vom Bayerischen Leichtathletik-Verband und von den Trainern der teilnehmenden Laufvereine.
Während die ersten Läufe noch unter einer Nebeldecke bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stattfanden, erwärmte die langsam durchbrechende Sonne nach dem Mittag nicht nur wohltuend die Luft, sondern auch den Boden, der dadurch weich und tief wurde. In den Hauptläufen auf der Mittel- und Langstrecke wurde so den Läufern einiges abverlangt. Die Teilnehmerfelder waren in allen Läufen durchgehend stark besetzt. Die in Bayern herausragenden Vereine der LAC Quelle Fürth und LG Regensburg waren mit vielen leistungsstarken Athleten vertreten.
Hinzu kamen auch einzelne Starter von europäischem Spitzenniveau wie etwa Martin Grau vom LSC Höchstadt/Aisch. Letzterer gewann auch klar das Mittelstreckenrennen der Männer über 3750 m in hervorragenden 11:06 Min. Der zweite Platz war hart umkämpft, ihn belegte Tim Ramdane Cherif (LG Regensburg) in 11:17 Min., nur eine Sekunde vor Johannes Estner von der LG Zusam. Dessen Klubkamerad Tobias Gröbl belegte mit wieder nur zwei Sekunden Rückstand Platz 4.
Vorher fand der Hauptlauf der Frauen und der weiblichen U23 über 4400 m statt. Die Podestplätze im Gesamteinlauf waren voll in der Hand der großen Leichtathletik-Vereine. Gesa Bohn vom LAC Quelle Fürth wurde bayerische Meisterin in 15:17 Min. vor Julia Kick von der LG Regensburg in 15:28 Min. Platz 3 erreichte Cornelia Griesche, ebenfalls LG Regensburg in 15:34 Min. Marathon- und Triathlon-Spezialistin Elvira Flurschütz vom SC Kemmern erlief sich in der Gesamtwertung Rang 11 (8. in der Hauptklasse der Frauen).
Um den bayerischen Meistertitel im Hauptrennen der Männer über die Langstrecke von 8750 m lieferte sich eine Vierer-Gruppe einen harten Wettkampf. In der letzten Runde verschärfte Simon Boch von der LG Regensburg sein Tempo und rettete einen Zwei-Sekunden-Vorsprung ins Ziel (27:37 Min.). Zeitgleich belegten in 27:39 Min. Addisu Tulu Wodajo vom TV 1848 Coburg und Tobias Schreindl von der LG Passau die nächsten Plätze. Eine Sekunde später folgte Tim Ramdane Cherif von der LG Regensburg, der schon vorher beim Rennen über die Mittelstrecke Platz 2 belegt hatte.


Eva Dorsch mischt mit

Bayerischer Mannschaftsmeister im Crosslauf der Damen auf der Mittelstrecke wurde der LAC Quelle Fürth, der mit Bohn, Kesselring und Schmidt nicht nur den ersten Platz, sondern mit Haug, Kadner und Müller auch Rang 2 belegte. Dritte wurde die Damenmannschaft des SC Kemmern mit Flurschütz, Friedl und Schlichting-Förtsch. Auf der Mittelstrecke der Herren wurde die LG Regensburg Mannschaftsmeister mit Ramdane Cherif, Koller und Beinlich vor der LG Zusam (Estner, Gröbl, Leser) und dem LAC Quelle Fürth (B. Weinländer, Tippmann, M. Weinländer). Die LG Regensburg (Boch, Ramdane Cherif, Koller) darf sich bayerischer Mannschaftsmeister über die Männer-Langstrecke nennen. Zweiter wurde die LG Passau (Schreindl, Stelzle, Bscheidl), gefolgt vom LAC Quelle Fürth (Weiler, Wedel, Mages).
In der Altersklasse W35 erlief sich über 6250 m Eva Scheu vom TV 1848 Coburg den Titel in 25:31 Min. Meisterinnen über die gleiche Distanz wurden in der W40 Christiane Adriaanse (TV 1848 Coburg, 23:58), Anita Weber (W45, FTSV Straubing, 24:33), Barbara Stich (W50, PTSV Rosenheim, 27:04), Irmgard Leibl (W55, TV Geiselhöring, 28:04), Gerlinde Kolesa (W60, MTV 1881 Ingolstadt, 28:26), Edeltraud Dörr (W65, TSG 08 Roth, 32:37) und in der W70 Lokalmatadorin Sibylle Vogler vom SC Kemmern in 33:02.
Auf der gleichen Distanz traten bei den Herren die Altersklassen ab 50 Jahre an. Bayerischer Meister in der M50 wurde Klaus Mannweiler (TSV Wolfratshausen) in 21:41 Min., in der M55 Hans Joachim Herrmann, LG Erlangen, in 22:18, Siegfried Haas (M60, RSC Neukirchen, 23:56), Manfred Dormann (M65, TV Bad Brückenau, 25:24), Wolfgang Huber (M70, SVG Ruhstorf/Rott, 27:16) und in der M75 Albert Walter (MTV 1881 Ingolstadt) in 29:30.
Über 7500 m kämpften die Altersklassen von 35 bis 49 Jahren um die Plätze. Den Titel erliefen sich in der M35 Edwin Singer von der LG Allgäu/Kempten in 25:05 Min., in der M40 Markus Unsleber (TV DJK Hammelburg, 25:46) und Jan Lettenmaier (LG Stadtwerke München) in der M45 (26:05).
Bayerische Meisterin in der Jugendklasse WU14 über 2500 m wurde Lina Maana (TSV 1909 Gersthofen) in 9:39 Min. In der WU15 siegte über die gleiche Distanz Franca Henseleit (TSV Schongau) in 9:10 Min. Eva Dorsch, die Kemmerner Jugend-Basketballerin und ein Lauftalent auf der Mittelstrecke, belegte in dem stark besetzten U15-Feld den respektablen fünften Platz. Über die gleiche Distanz ging es auch für die entsprechenden männlichen Jugendklassen. Lukas Bilato vom TSV Ismaning siegte in der MU14 in 8:44 Min. In der MU15 erreichte Quentin Uzman von der DJK Weiden in 8:14 den ersten Platz.
Die weibliche Jugend U20 (Distanz 3150 m) dominierten die Großvereine aus Regensburg und Fürth. Bayerische Meisterin wurde Eva Schien von der LG Regensburg in 11:32 Min. In der WU18 ging der Titel nach Unterfranken. Es siegte Jana Vollert von der TG 48 Schweinfurt in 11:33 Min. In dieser Klasse kam Anna Hirt von der LG Bamberg auf den beachtenswerten vierten Platz (11:46 Min.).
Über die Mittelstrecke (4400 m) siegte bei den Frauen Gesa Bohn vom LAC Quelle Fürth in 15:17. In Wettkampf der WU23 errang dagegen Babinja Wirth vom TSV Ebermannstadt in 15:55 Min. den Meistertitel. Die Mittelstrecke der Männer (3750m) gewann Martin Grau (LSC Höchstadt/Aisch). In der Altersklasse MU23 war Maximilian Zeus von der DJK Weiden in 11:43 Min. siegreich. In der MU20 lief Gabriel Allgayer (LG Stadtwerke München) in 11:37 Min. auf Platz 1. Meister in der MU18 wurde Simon Henseleit von der LAC Quelle Fürth in 11:48 Min. (siehe auch: www.maintal-cross.de).