Die Erfolgsserie der Herren des TC Bamberg hat am Doppelspieltag der Tennis-Bayernliga ein abruptes Ende genommen. Beide Heimspiele gingen verloren, und ein sofortiger Wiederaufstieg in die Regionalliga ist in weite Ferne gerückt. Gegen DRC Ingolstadt verlor der TCB knapp mit 4:5 und gegen den SC Uttenreuth II klar mit 2:7.
Die erste Runde gegen die Ingolstadter begann vielversprechend, denn Andreas Tattermusch blieb auch im vierten Einzel der Saison ungeschlagen. Max Hofmann bewies wieder einmal seinen Kampfgeist und besiegte Stefan Minichberger mit 7:5, 0:6, 13:11. Lediglich Stefan Göllner musste sich nach hochklassigem Spiel Philipp Regnat geschlagen geben.

In der zweiten Runde lief es weniger erfolgreich. Alle drei Bamberger hatten der Klasse ihrer Gegner an diesem Tag nichts entgegenzusetzen. Beim Stand von 2:4 mussten nun drei Doppelsiege her. Das erste Match entschieden Schmitt/Tattermusch mit 6:1, 6:2 zügig für sich. Kurze Zeit später gewannen auch Starke/Strickroth mit 3:6, 6:3, 10:7. Beim Stand von insgesamt 4:4 zeigten allerdings die Ingolstadter Regnat/Minichberger ihre e Klasse und gewannen das entscheidende und sehr umkämpfte Doppel gegen Göllner/Hofmann mit 6:4, 6:7, 10:4. So hieß es am Ende 4:5.

Hoffnungsvoll startete das noch junge Bamberger Team um Kapitän und "Oldie" Tattermusch ins Heimspiel gegen den SC Uttenreuth II, holte aber nur einen Punkt aus den ersten drei Einzeln. Für diesen sorgte Tattermusch mit einem relativ deutlichen 6:2, 6:4 gegen seinen deutlich jüngeren Gegner Aumüller und begeisterte mit seinen zahlreichen Netzangriffen. Stefan Göllner an Position zwei unterlag in einem engen Spiel Philipp Dittmer mit 3:6, 4:6. Entschlossen spielte Julian Beil an Position sechs auf und erspielte sich bei seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft einen perfekten Start in sein Match. Jedoch konnte er das Niveau nicht halten und verlor am Ende unglücklich mit 7:5, 3:6, 5:10 gegen den routinierten Fabian Reisch.

In der zweiten Einzelrunde hatte Neuzugang Ben Tito Müller einen schwachen Tag erwischt und baute zu viele unerzwungene Fehler ein. 2:6, 0:6 hieß es am Ende gegen Staudacher. Auch Patrick Schmitt haderte oftmals zu sehr mit Platz oder Gegner und verschenkte somit einen möglichen Sieg gegen seinen unangenehm spielenden tschechischen Gegner Stepanek. Er verlor mit 2:6, 2:6. Für das Highlight des Tages sorgte dann aber Marcel Strickroth, Nr. 1 im Team. Er lieferte sich mit dem ehemaligen Profi Matthias Wunner einen offenen Schlagabtausch und holte sich völlig unerwartet den ersten Durchgang mit 7:5. Im zweiten Satz bot er weiterhin Paroli und hätte sich mit ein wenig mehr Glück den Punkt holen können. Allerdings verlor er diesen knapp und musste in den Match- Tiebreak, den er dann ebenfalls mit 7:10 abgeben musste. Somit war die zweite Niederlage nach dem 1:5-Zwischenstand beschlossene Sache.

Doch die Bamberger zeigten nochmal Moral und spielten alle Doppel vor ca. 50 Zuschauer konzentriert und motiviert zu Ende. Tattermusch/Schmitt holten mit 7:6, 6:4 noch einen Punkt, Strickroth/Göllner verloren unglücklich mit 6:4, 0:6, 8:10. Die beiden Nachwuchshoffnungen Müller/Beil konnten Erfahrung sammeln, gingen aber mit einem 1:6, 2:6 vom Platz.

Nach diesem Spieltag haben die Bamberger bereits zwei Niederlagen auf dem Konto und nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg. Dieser kann nur noch mit Siegen in den nächsten beiden Spielen gegen die Topfavoriten Nürnberg und Amberg erreicht werden. red