Es war kein basketballerischer Leckerbissen, doch die Brose Baskets begegneten der couragierten Vorstellung der Trierer mit hoher Intensität und feierten am Donnerstagabend einen 69:63-Erfolg beim Tabellenelften. "Es war ein intensiv und leidenschaftlich geführtes Spiel, aber nicht unbedingt auf hohem Niveau", fasste Triers Trainer Henrik Rödl die Partie treffend zusammen.

Eine weitere Pflichtaufgabe folgt am Ostermontag für den Meister, wenn um 17 Uhr Rasta Vechta seine Visitenkarte in Bamberg abgibt. Das Schlusslicht sendete am Donnerstag mit dem 106:99-Sieg im Kellerduell gegen Tübingen ein Lebenszeichen und beendete damit eine Serie von zwölf Niederlagen.


Jamar Smith mit Topleistung

Bambergs Coach Chris Fleming, der wegen der Ausländerbeschränkung erneut auf Kapitän Casey Jacobsen verzichtete, hatte nach der knappen Niederlage gegen die Bayern gefordert, dass sein Team lernen müsse zu gewinnen. "Heute haben wir in der entscheidenden Phase unsere Freiwürfe verwandelt", freute sich Bambergs Bester, Jamar Smith, über den Aufwärtstrend. Der Scharfschütze verbuchte in der Schlussphase acht seiner 18 Punkte und beendete die Trierer Hoffnungen beim 57:61 knapp zwei Minuten vor Schluss mit seiner Kaltschnäuzigkeit an der Freiwurflinie (4 von 4).

"Die Trierer waren im ersten Viertel einfach aggressiver, schneller im Rebound und im Kampf um den Ball", kommentierte Fleming die schwache Anfangsphase seiner Mannschaft, die erst nach viereinhalb Minuten durch einen Dreier von Jared Jordan zu den ersten Punkten gekommen war.

Nach einem Neun-Punkte-Rückstand (7:16/8.) ging dann aber die zweite Fünf der Brose Baskets mit John Goldsberry, Karsten Tadda, Maik Zirbes, Elias Harris und Smith mit viel Energie zu Werke und drehte die Partie mit einem 16:4-Lauf.

Mitte des dritten Viertels bauten die Gäste die Führung dank ihres jetzt starken Centers D'or Fischer bis auf 42:30 aus. Der 2,07-Meter-Mann glänzte hinten mit sechs (!) Blocks und versenkte vorne seine Halbdistanzwürfe gewohnt sicher. Die Trierer gaben aber nie auf und gingen vier Minuten später sogar noch einmal in Front (45:44). Zu Beginn des Schlussviertels stellten Elias Harris und Co. die Weichen aber schnell auf Sieg und fanden immer eine Antwort auf das Aufbäumen der Hausherren.

"Nach dem Neun-Punkte-Rückstand haben wir das Spiel gegen eine sehr kompakte Trier Mannschaft kontrolliert", resümierte Bambergs Manager Wolfgang Heyder und forderte für Montag: "Gegen Vechta darf nichts anbrennen, denn am Freitag folgt das Spitzenspiel gegen Oldenburg. Mit den beiden Siegen können wir vielleicht schon Platz 2 endgültig sichern."


Statistik und Überblick

TBB Trier - Brose Baskets 63:69
(16:10, 12:22, 20:16, 15:21)
Trier Seiferth (15 Punkte), Anderson (11/3 Dreier), Hughes (10), Chikoko (10), Samenas (7/2), Ward (6/2), Schmidt (4), Bucknor, Mönninghoff, Petric
Bamberg Smith (18/2), Fischer (10), Jordan (9/1), Harris (9/1), Sanders (9), Gavel (7/1), Zirbes (3), Tadda (2), Ford (2), Goldsberry
SR: M. Reiter, Rucht, Streit
Zuschauer  4031
Gesamtwurfquote Trier 41 Prozent (24 Treffer/59 Versuche), Bamberg 45 (28/62)
Dreierquote Trier 37 Prozent (7/19), Bamberg 23 (5/22)
class="artFett">Freiwurfquote Trier 57 Prozent (8/14), Bamberg 67 (8/12)
Rebounds Trier 36 (27 defensiv/9 offensiv), Bamberg 35 (27/8)
Ballgewinne/-verluste Trier 4/17, Bamberg 3/11
Assists Trier 8/Bamberg 12
Fouls Trier 21/ Bamberg 18

Das Oster-Programm Berlin - Quakenbrück (Sonntag, 20.15 Uhr/Sport1 live)

Brose Baskets Bamberg - Rasta Vechta (Montag, 17 Uhr), Bremerhaven - Tübingen, Ulm Bayreuth (16 Uhr), Frankfurt - Trier, Oldenburg - Hagen, Bonn - Weißenfels, Ludwigsburg - Würzburg (17 Uhr/Livestream auf beko-bbl.de)