"Hirschaid ist auf dem Weg zur Energieautarkie", dieses ehrgeizige Ziel, das sich die Marktgemeinde ebenso wie der gesamte Landkreis bis zum Jahr 2035 gesetzt hat, nannte Bürgermeister Andreas Schlund bei der offiziellen Inbetriebnahme des Solarparks an der A 73.

In den vergangenen zwei Monaten hatten die vorbeikommenden Autofahrer an der Autobahn und der Staatsstraße nach Seigendorf die Bebauung einer größeren landwirtschaftlichen Fläche mit Photovoltaikpanelen beobachten können.

Gemeinsam mit den Eigentümern von Grund und Anlage, Roland Friedel und Hans Ott, schaltete das Gemeindeoberhaupt nun die Sonnenzellen ans Netz. 2,25 MW werden hier nun zukünftig produziert und ins Stromnetz eingespeist. Die Betreiber teilen sich die Kosten und hatten beim gemeinsamen Bau keine nennenswerten Probleme.

Die planungsrechtlichen Voraussetzungen hatte der Hirschaider Marktgemeinderat durch die entsprechenden Änderungen in Bebauungs- und Flächennutzungsplan geschaffen, seien doch gerade hier auf 110 Metern Breite neben der Autobahn die Flächen für eine solche Nutzung als Pilotprojekt in Hirschaid prädestiniert.

Hans Ott und Roland Friedel -der neben den Photovoltaikanlagen, die er weltweit plant auch eine in seiner Heimatgemeinde verwirklichen wollte - dankten allen beteiligten in Verwaltung und Industrie. Eine mutige Investition in die Zukunft sei hier passiert, so sind sich beide einig und Friedel fügt hinzu: "Wir möchten, dass die Lichter etwas grüner leuchten in Hirschaid."