Carmen, Sascha, Sabrina und Maya feierten zunächst zu Hause, ehe sie sich kurz vor Mitternacht auf in die Innenstadt machten. Ähnlich wie die vier Freunde haben viele Bamberger den Start ins neue Jahr begannen.
Auffällig war dabei, dass deutlich weniger Menschenmassen in der Innenstadt unterwegs waren als sonst. Dies dürfte dem Wetter geschuldet sein. Denn in der Silvesternacht nieselte es ununterbrochen und dicke Nebelschwaden machten zudem jegliche Aussicht auf ein buntes Feuerwerk am Himmel zunichte.

So war bis 23.15 Uhr kaum jemand auf Bambergs Straßen unterwegs. Selbst die sonst so beliebten Ziele wie am Fuße der Altenburg, die Markusbrücke oder die Kettenbrücke waren um diese Zeit verhältnismäßig wenig frequentiert. Lediglich um die Glühweinstände am Gabelmann trotzten einige Hartgesottene dem nasskalten Wetter und feierten auf der Straße.




Menschen kamen vor Mitternacht
Doch kurz vor Mitternacht füllte sich die Stadt zusehends. Der wohl beliebteste Treffpunkt zum Jahreswechsel dürfte auch dieses Jahr wieder auf der Unteren Brücke und am Kranen gewesen sein. Hier feierten viele Hunderte zumeist junge Menschen mit Mützen, Sekt und Böllern den Beginn des neuen Jahres.

Apropos Böller: Gefühlsmäßig wurden dieses Jahr in Bamberg deutlich weniger Feuerwerkskörper gen Himmel geschossen als in den Vorjahren. Dies ließ sich auch an den Hinterlassenschaften, sprich der Verpackung der Böller, ablesen. Geht man nach der Verschmutzung, konnten als beliebteste Ziele neben der Unteren Brücke, die Ketten- und Markusbrücke sowie vereinzelte Straßen in der Gartenstadt und im Berggebiet ausfindig gemacht werden.

Dafür scheinen sich die Wunderkerzen immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. Zumal man sie inzwischen auch in der XXL-Variante mit einer Länge von rund einen Meter kaufen kann.

Auffallend war in der Silvesternacht auch, dass sich die Feiernden nicht allzu lange im Freien aufgehalten haben. Bereits zwanzig Minuten nach Mitternacht zog es viele Menschen entweder gleich nach Hause oder in einen der zahlreichen geöffneten Clubs und die Gaststätten.

Lediglich am Gabelmann herrschte bis in die frühen Morgenstunden noch lebhafter Betrieb unter freiem Himmel. Selbst Nieselregen konnte hier einige Pärchen nicht davon abhalten, zu laut scheppernder Partymusik ein Tänzchen auf den Pflastersteinen hinzulegen.


Feuerwehr hatte viel zu tun
Alle Hände voll zu tun beim Jahreswechsel hatte die Feuerwehr. Die erste Alarmmeldung erfolgte direkt um Mitternacht herum. Gemeldet wurde ein Balkonbrand am Paradiesweg. Während sich dieser jedoch als Fehlalarm entpuppte, trafen anschließend nahezu im Minutentakt weitere Brandmeldungen bei der Rettungsleitestelle ein. So wurde die Feuerwehr unter anderem nach in Bischberg zu einem Balkonbrand sowie in die Gasfabrikstraße in Bamberg zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Zudem kam es zu mehreren Einsätzen im Landkreis. Die Feuerwehr konnte aber alle Brandherde schnell unter Kontrolle bringen. Und in der Gasfabrikstraße musste die Feuerwehr nur vorbeugend handeln.

Laut Augenzeugen soll sich dort ein Feuerwerkskörper zwischen dem Mauersims und dem Dach entzündet haben. Ein Feuer brach nicht aus. Die Feuerwehr kontrollierte lediglich mit einer Wärmebildkamera von der Drehleiter aus, ob sich am Haus nicht doch ein Glutnest gebildet hatte.

Um zwei Uhr rückten die Männer die Einsatzkräfte noch einmal in die Innenstadt aus, weil dort eine Brandmeldeanlage in einem Geschäftshaus Alarm ausgelöst hatte. Auch dieser stellte sich als Fehlalarm heraus. "Was die Einsatzfahrten angeht, war es eine bewegte Silvesternacht. Aber es waren keine dramatischen Einsätze. Hier kam uns das Wetter zugute", bilanzierte Stadtbrandrat Matthias Moyano. Der Regen hätte schließlich dafür gesorgt, das sich Querschläger nicht entzündet hätten.