In der letzten Sitzung des Buttenheimer Marktgemeinderats informierte Peter Dotterweich, Rektor an der Deichselbachschule, über die Raumsituation an der Schule und gab einen Ausblick auf mögliche Entwicklungsstrategien.

Derzeit gibt es 230 Schüler in elf Klassen an der Schule. Im Vergleich dazu waren es 2011 185 Schüler in acht Klassen. Sowohl die steigenden Schüler- und Klassenzahlen als auch die enorme Auslastung der Mittagsbetreuung schaffen eine große Raumknappheit, "die organisatorisch irgendwie noch bewältigt werden kann", so der Schulleiter, "aber für Lehrer und vor allem für Schüler zu Einschränkungen führt".

So wurden bereits zwei Räume im Keller zu Klassenräumen umfunktioniert. Dazu kommt die beengte Situation im Lehrerzimmer und fehlende Räume für Schulleitung und Verwaltung. Die Regierung von Oberfranken hat aufgrund der aktuellen Schüler- und Klassenzahlen und der Prognose der Schülerzahlen für die kommenden Jahre ein abstraktes Raumprogramm erstellt. Es wurde ein vorläufiger Bedarf von etwa 400 Quadratmetern festgestellt. Dazu hat die Schulleitung ein pädagogisches Raumkonzept verfasst. Beides soll nun als Grundlage für weitere Abstimmungsgespräche und für die entsprechenden Planungen dienen. Die notwendigen Beschlüsse müssen dann im Schulverband gefasst werden.

80 Euro pro Schüler und Jahr

Der 2013 in Betrieb genommene Anbau ans Schulgebäude wurde damals bereits statisch so konzipiert, dass eine Aufstockung problemlos möglich wäre.

Die dort untergebrachte Schulküche, eine Zubereitungsküche, erweist sich mittlerweile als gewinnbringende Entscheidung. Es wird im Moment die doppelte Anzahl an Essen zubereitet, als ursprünglich geplant. Der Austausch zwischen Küche und Schülern bzw. Küche und Kindergärten sorgt für ein abwechslungsreiches, frisches und kindgerechtes Essen.

Dotterweich stellte dem Gremium auch den Bayerischen Digitalpakt für alle Schulen vor. Von 2018 bis 2020 werden demnach für jeden Schüler 80 Euro pro Jahr für die digitale Ausstattung der Schule zur Verfügung gestellt. 10 Prozent der Kosten verbleiben beim Sachaufwandsträger. Für Buttenheim wurden bereits 18 000 Euro genehmigt. Die Schule muss ein Medienkonzept erstellen, mit Aussagen über die Medien im Unterricht und die entsprechende Ausstattung. Angedacht ist es demnach unter anderem, ein Klassensatz mit Tablets anzuschaffen. Noch offen ist Dotterweich zufolge die Suche nach einer geeigneten Fachfirma in der näheren Umgebung. Geklärt müsse auch noch werden, welche Kosten für den Sachaufwandsträger für Administrations- und Servicearbeiten anfallen. Dieser werde wohl aber auch für Reparaturen und Ersatzbeschaffungen zuständig sein.

Energetische Sanierung zu teuer

Kurz informierte der Rektor über die Erasmus-plus- Schulpartnerschaft mit Mori-Brentonico (Italien) und Halkali-Istanbul (Türkei). Das letzte Treffen fand demnach in Begleitung von vier Schülern in Istanbul statt. An der dortigen Schule konnten viele positive Veränderungen festgestellt werden. Dotterweich lobte in diesem Zusammenhang das Programm, bei dem viele gewinnbringende Eindrücke, z.B. in andere Schulsysteme und Lernmaterialien, gewonnen worden seien.

Die Sanierung des Hartplatzes, die Heizung in der Turnhalle und der Austausch der restlichen Heizkörper in von Schülern und Lehrern für den Unterricht genutzten Räumen seien für den Schulleiter weitere wichtige Maßnahmen, deren Umsetzung einen geregelten Schulablauf optimieren würden.

Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) dankte in diesem Zusammenhang dem engagierten Elternbeirat und dem Förderverein der Schule und sprach auch von der problemlosen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Altendorf. Eine komplette energetische Sanierung der Schule würde im siebenstelligen Euro Bereich liegen und könnte von der Gemeinde finanziell nicht gestemmt werden. Insbesondere, weil Buttenheim nicht als "Ort mit besonderem Handlungsbedarf" klassifiziert wurde und daher nicht mit den notwendigen Fördermitteln rechnen kann.

Glasfasernetz steht

Bürgermeister Karmann teilte mit, dass das kommunale Glasfasernetz für alle Anschlüsse in allen Gemeindeteilen jetzt hergestellt ist. Damit könne die Gemeinde den Bürgern eine wichtige und zukunftsfähige Infrastrukturmaßnahme zu bezahlbaren Konditionen anbieten. Sein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang insbesondere Sylke Dorbritz, Josef Dillig und Peter Wagner, vom gemeindlichen Bauamt, die seit 2016 intensiv mit diesem Projekt betraut waren.