"Wir haben im Haushaltsjahr 2012 sehr gut gewirtschaftet", stellte die zufriedene Bürgermeisterin Maria Beck (CSU) bei der Beratung und Verabschiedung des Haushaltsplanes 2013 in der Sitzung des Priesendorfer Gemeinderates fest. Darauf aufbauend, ist auch der Haushaltsplan in diesem Jahr durchaus positiv.
"Trotz geringer Steuerkraft der Gemeinde kommen wir ohne Neuverschuldung aus", sah auch Geschäftsleiter Adam Götz Priesendorf auf einem guten Weg.

Dies belegt auch die Tatsache, dass die Schuldenlast der Gemeinde um 99 000 Euro gesenkt werden konnte und Ende 2013 noch 813 000 Euro betragen wird. Damit sank auch die Pro-Kopf-Verschuldung von 592 auf 529 Euro. Der Haushaltsplan der Gemeinde Priesendorf schließt für das laufende Jahr im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 1 767 000 Euro, im Vermögenshaushalt mit 526 000 Euro ab. Die dicksten Brocken im Verwaltungshaushalt sind die Kosten für die Gemeindeorgane (Bürgermeisterin und Gemeinderat) mit 74 500 Euro, die Kostenmiete für das Schulhaus Priesendorf mit Turnhalle (46 400 Euro) und die Schulverbandsumlage mit 100 000 Euro im Grundschulverband sowie 85 200 Euro im Mittelschulverband.

Zu Buche schlagen auch die Kosten für den Kindergarten (164 000 Euro), für die Gemeindestraßen (48 000 Euro) und letztlich auch die Straßenbeleuchtung, die mit Wartung fast 30 000 Euro verschlingt. Ein Kostenfaktor ist auch der Bauhof, der mit Löhnen, Sozialversicherung, Kfz-Werkstättenbedarf und Heizung runde 145 000 Euro den Verwaltungshaushalt belastet. Ausgeglichen wird dies durch die Grundsteuer, die Gewerbesteuer, den Einkommensteueranteil und die Schlüsselzuweisung.

Im Vermögenshaushalt sind unter anderem folgende Investitionen vorgesehen: eine neue Tragkraftspritze für die Feuerwehr Neuhausen, die Erstellung eines familienfreundlichen Fahrradrastplatzes am Ansbach, der Bau eines Fest- und Bolzplatzes in Neuhausen, Tiefbaukosten am Friedhof sowie verschiedene Maßnahmen zur Dorferneuerung. Mit großer Mehrheit stimmte der Rat sowohl dem Verwaltungs- als auch dem Vermögenshaushalt zu.

Adam Götz trug ferner das Investitionsprogramm für die Jahre bis 2016 vor. Auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss die energetische Sanierung der Turnhalle, die ohne Landeszuschüsse weit über eine Million Euro kosten wird. Investiert wird hingegen noch in diesem Jahr bei der Neugestaltung im Bereich der Kapelle und des Bäckngässla in Priesendorf.

Waschanlage für Traktoren

Ausführlich beriet der Gemeinderat den Bau eines Schlepperwaschplatzes, der vielfach aus den Gemeinden Priesendorf, Neuhausen, Trabeldorf und Lisberg gewünscht wurde. Mit 100 000 Euro könne eine solche Waschanlage für Traktoren und schwere Maschinen gebaut werden, erläuterte Bürgermeisterin Beck. Als Standort empfehle sich die Kläranlage, zwischen Lisberg und Trabeldorf gelegen, da hier ausreichend Platz sowie die notwendigen Wasser-, Entwässerungs- und Stromanschlüsse vorhanden wären.

Im Zuge der Dorferneuerung könnten Fördermittel in Höhe von 55 Prozent beantragt werden, die allerdings bis zum 31. Dezember 2013 beantragt werden müssten. Um die Folgekosten eines solchen Waschplatzes abdecken zu können, müsste sich eine Interessengemeinschaft als eingetragener Verein bilden. Ob dies alles zu verwirklichen ist und auch entsprechender Bedarf vorhanden ist, soll in einer Informationsveranstaltung am 14. Juni im Vereinsheim des SV Priesendorf besprochen werden.

"Unser Dorf ist in letzten Jahr nochmals schöner geworden", stellte Maria Beck am Ende der Sitzung fest. Deshalb beschloss der Gemeinderat auch einstimmig, erneut am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilzunehmen.