Die SPD-Fraktion im Stadtrat fordert nun auch, den geplanten Standort für den Polizei-Neubau in der Verlängerung der Moosstraße aufzugeben und nach einem anderen Standort zu suchen. Solange der jetzige Polizeistandort nicht herausgenommen wird, könne man dem Feststellungsbeschluss zum Bebauungsplan nicht zustimmen.

Wie zuvor schon Dieter Weinsheimer von der Bamberger Allianz oder Martin Pöhner von der FDP fordert Kuntke nun Alternativen in Bamberg, am besten auf dem früheren Muna-Gelände, wo der Gewerbepark angesiedelt werden soll. Mit einer Verschiebung des Standortes ins Gewerbegebiet könne sich auch die CSU nötigenfalls arrangieren, "wenn das den Polizeistandort Bamberg nicht gefährdet, es für die Polizei sinnvoll erscheint und zugleich die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht", sagt dazu CSU-Kreisvorsitzender Christian Lange.

"Die Polizei ist mir wichtig. Deswegen muss weiterhin der vertrauensvolle Dialog gepflegt werden", sagt Oberbürgermeister Andreas Starke. Den neuen Vorschlag von Heinz Kuntke werde er daher zunächst mit den Verantwortlichen der Bamberger Polizei erörtern.

"Die Bürgerinitiative begrüßt alle Veränderungen des Bebauungsplans, die dem Erhalt des Hauptsmoorwaldes und der Lebensqualität in Bamberg dienen", sagt Björn Scharf von der Bürgerinitiative "Für den Hauptsmoorwald". "Aus unserer Sicht ist mit einem neuen Standort für die Polizei auch der massive Ausbau der Armeestraße nicht mehr notwendig. Das Umdenken bei SPD und anderen Fraktionen zeigt, dass sich Bürgerengagement lohnt", erklärt Scharf.

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