Die Erweiterung um den vierten Bettenturm habe die Situation noch verschärft.

Bereits seit Jahren wird das Thema im Bamberger Stadtrat diskutiert. Geschehen ist seither nicht viel: Seit 2013 wurde die Anzahl der Parkplätze von damals 1248 auf 1515 gesteigert - den Pendler-Parkplatz an der Würzburger Straße nicht mitgerechnet.

Das Fazit der Klinikleitung: Ein verstärkter öffentlicher Nahverkehr ist wichtig - aber ohne zusätzliche Parkplätze am Haus wird es nicht gehen.

Wie die Bamberger Parteien zu dem Thema stehen, lesen Sie im Premiumbereich auf infranken.de

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Unser Bericht über den "Verkehrsinfarkt am Klinikum" hat in den sozialen Medien viele Kommentare provoziert. Die Kritik richtet sich dabei gegen die Spitzen der Stadt und der Sozialstiftung. Auch Forderungen nach einer besseren Busanbindung wurden laut.

Ärztehaus, Saludis, Klinik-Erweiterung: "Hätten sich die studierten Planer-Schlaumänner nicht schon vorher denken können, dass die vorhandenen Parkplätze nicht reichen werden?", ärgert sich Dietmar G. "Erst Parkplätze, dann Personal, dann Bettenturm - und nicht umgekehrt", erklärt Klara die Reinfolge. "Um die Termine einzuhalten, warten dann jeweils meine Frau oder ich auf den anderen (bei laufendem Motor auch mal im Halteverbot), bis die Behandlung beendet ist", gibt Heinrich zu. "Wird zwischendurch mal ein Parkplatz frei, dann war er garantiert von einem Klinikbesucher besetzt. Und ganz ehrlich, zur Not parke ich auch mal auf einem reservierten Patientenparkplatz des Gynäkologen. Wo soll man sonst hin?"

Das Problem sei nicht nur der Mangel an Parkplätzen, sondern auch das Parkhaus an sich, bemerken einige Leser. "Man könnte doch im alten Parkhaus die Parkplätze und Auffahrten etwas enger machen damit mehr reinpassen?", schlägt Markus B. sarkastisch vor - und erntet viele Lacher. Das beengte Parkhaus: ein Ärgernis.

Doch braucht es unbedingt neue Parkplätze? Da gehen die Meinungen der Leser auseinander. "Fährt doch der Bus hin. Die SUV-Fraktion kann doch den Schotterparkplatz an der Würzburger Straße nehmen. Und die paar Meter Laufen halten fit, damit man nicht im Klinikum landet", schreibt Hans-Martin I. - vergisst dabei aber etwas Entscheidendes, wie KrediX anmerkt. "Ja, man könnte auch Bus fahren. Was aber vielen Patienten (aus gesundheitlichen Gründen) nicht möglich ist", merkt KrediX an - und es sei zum Teil eine Weltreise quer durch Bamberg über den ZOB bis auf den Berg.

Eine direkte, häufig getaktete Linie von der Innenstadt - das fordern mehrere Leser. "Es ist echt überflüssig, hier jedes mal eine Stadtrundfahrt über Bug und Babenberger Viertel zu veranstalten", kritisiert Supiter."Die Linie 901 fährt alle 15 Minuten vom ZOB ohne Umweg zum Klinikum und das laut Plan in zwölf Minuten.Da ist eine Direktlinie auch nicht viel schneller", kontert Johanton.

Ein Leser merkt humorvoll an, die Stadtspitze hätte zukunftsweisend geplant - um Bamberg zur Fahrradstadt zu machen. Es sei nicht zu verstehen, dass die Schichtzeiten auf den Stationen nicht mit dem ÖPNV abgedeckt seien, kritisiert Pege71.