Mit dem Verlauf des 11. Treffens der Opelfreunde Königsfeld ist Vorsitzender Gerald Kohler zufrieden. Die 29 Mitglieder schafften das Fest aber nur mit Hilfe von rund 250 Helfern aus dem Ort und der Umgebung, wofür ihnen Kohler seinen besten Dank aussprach. Die 1000er-Marke von eingetroffenen Fahrzeugen wurde zwar nicht ganz erreicht, ansonsten aber kamen die rund 10 000 Gäste mit dem Event auf ihre Kosten. Königsfeld selbst hat zum Vergleich nur 550 Einwohner.

Auf dem Gelände herrschte eine Mischung aus Zeltlager- und Cowboystimmung, gepaart natürlich mit dem Geruch von Vergasern und Reifen- und Motorendüften. Das aber gehört eben zu einer solchen Vereinigung von Auto-, pardon Opelfans dazu. Da jeder von ihnen auch gerne etwas an seinem Gefährt schraubt, sind überall "Fachgespräche" an der Tagesordnung. Ihren Teil tragen dazu die Autos bei, die sich den Wertungen stellen. Hier wird zuerst natürlich der Motor unter die Lupe genommen, und wenn unter der geöffneten Motorhaube eine Reihe von roten LED-lämpchen aufleuchtet, wenn dann noch die Flügeltüren hochfahren, das Deck sich hinter den Sitzen versenkt, dann leuchten nicht nur die Augen des stolzen Besitzers sondern ebenso die der umstehenden Zuschauer. Die Prüfer bleiben natürlich cool und notieren alles in ihre Listen.

Höhepunkt der Opeltage war wie immer das Rennen auf der Achtel-Meile. Über 40 Fahrzeuge stellten sich dieser Herausforderung. Gewertet wurde in acht Kategorien je nach PS-Zahl. Landrat Johann Kalb (CSU) und Bürgermeisterin Gisela Hofmann (BB) gaben die Starterlaubnis mit der grünen Fahne.

Polizeiauto brettert über Strecke

Der schnellste auf der Achtelmeile war Thomas Bretschneider, von allen nur Bretty genannt, mit seinem 334 PS-starken GT-Black in 9,122 Sekunden. Der heimische Lokalmatador Michael Götz aus Kotzendorf fuhr außer Konkurrenz 8,590 Sekunden, fiel aber nicht in die Wertung, da sein gelber C-Coupe Rennreifen aufgezogen hatte. Aufsehen erregte ein ehemaliges Polizeiauto, das auch noch mit Blaulicht und Sirene auf dem schmalen Feldweg zwischen den Feldern den Hang hinaufraste und mit Höchsttempo durch die Lichtschranke donnerte. Die Organisation des Rennens, was Sicherheitsfragen anging, war optimal, da die Opelfreunde und die Feuerwehr Königsfeld perfekt zusammenarbeiteten.

Am Fronleichnamsnachmittag hielt Pfarrer Michael Herrmann im Festzelt eine Andacht und erbat Gottes Segen für Teilnehmer. Ronny und Falk begleiteten die Feier musikalisch und spielten auch anschließend für die Besucher auf. Dann trat das Tanzmariechenduo "Madlina" aus Scheßlitz auf und zeigte seine akrobatischen Aufführungen. Die Sambagruppe "Bateria quem é" mit ihrem Dirigenten Albert Fuchs aus Bamberg trommelte sich mit ihren schnellen Arrangements in die Herzen der Zuhörer, die begeistert mitklatschten und applaudierten. Sehr gefielen auch die Tanzsportgarde aus Scheßlitz, die als Piraten das Zelt eroberten. Mehrere Burn Outs an verschiedenen Tagen gehörten ebenso dazu wie Clubspiele, Einzelwettkämpfe und das Bobbycar Rennen am Samstag. Für Stimmung sorgten an jedem Abend von Donnerstag bis Sonntag verschiedene Livebands.

Kommen werden die Opel-Fans wieder, versicherten sie, denn Königsfeld sei halt " cool". Dazu nickt auch Marcel Schmid vom Powerteam Schweiz, der mit seinem Astra H- OPC die rund 500 Kilometer hierher kam und kurz und bündig zusammenfasst: "Es passt einfach!"