Wenn die Stadt Bamberg am Donnerstag, 13. September, über den Rahmenplan für das Neubaugebiet Jungkreut in Gaustadt informiert, dürfte es nicht nur zustimmende Kommentare geben. In der Nachbarschaft formiert sich massiver Widerstand gegen das Siedlungsprojekt, das die Stadt Bamberg nach einem positiven Beschluss im Bausenat im Juli in die öffentliche Beteiligung geben will.

Es sei mit bis zu 250 Wohneinheiten auf einer Größe von 14 Fußballfeldern ein völlig überdimensioniertes Neubauprojekt, es ignoriere die problematische Anbindung über die Breitäcker - und die Rothofer Straße, zuletzt: es werde nicht zu der erhofften Ansiedlung von jungen Familien kommen, da die Preise viel zu hoch sein würden, kritisiert der in der Nachbarschaft lebende Architekt Trutbert Sünkel.

Doch die Mehrheit im Stadtrat teilt diese Vorbehalte nicht. Deshalb gab es bereits im Juli im Bausenat eine klare Mehrheit für den Rahmenplan, der Gaustadt zwischen Michelsberger Wald und den Häusern südlich der Rothofer Straße um einen neuen Stadtteil ergänzen könnte. Dieses Vorhaben, das nun in die öffentliche Beteiligung geht, ist allerdings nur ein erster Schritt, dem mit einzelnen Bebauungsplänen weitere folgen sollen.

Doch es gibt Gründe, die vermuten lassen, dass der vielfach geäußerte Wunsch nach neuen Wohneinheiten in Bamberg südwestlich von Gaustadt relativ rasch in Erfüllung gehen könnte. Der Großteil der Eigentümer ist nach Auskunft der Stadt willens, die bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verkaufen. Auch gehört der Stadt bereits ein Teil der Fläche.

Welche Wohnformen auf dem Filetstück entstehen könnten, warum die Stadt großzügige Grünflächen einplanen will und welche Pläne es für die Zufahrtsstraßen gibt, erfahren sie in Kürze hierim Premiumbereich von infranken de.

Die Infoveranstaltung in Form eines Werkstatttages, zu der die Stadt am Donnerstag, 13. September, einlädt, findet von 14 bis ca. 18 Uhr im Pfarrsaal St. Josef in Gaustadt statt.