Im kommenden Jahr soll das AWO- Seniorenheim seinen Betrieb aufnehmen. Dieser Gebäudekomplex gehört dann zu den größten in der Gemeinde. Eine Auflage der Baugenehmigung hatte den Einbau einer Brandmeldeanlage zum Gegenstand. Derartige Anlagen sind ihrerseits aber auch immer einmal Auslöser für Fehlalarme. Und bei Objekten dieser Größenordnung müssen Wehren in entsprechend großer "Formation" ausrücken, wie der Oberhaider Kommandant Matthias Görtler deutlich macht.

Um solche Fehlalarmen vorzubeugen, hatte man der Gemeindeverwaltung geraten, die Satzung zu ändern. Die besagt, was unter bestimmten Voraussetzungen für Einsätze der Wehren berechnet wird. 200 Euro kostet so ein Fehlalarm, allerdings auch nur nach ganz bestimmten Maßgaben, ließ Verwaltungsleiter Joachim Karl nun wissen.

Die Gemeinde Oberhaid ist Sachaufwandsträger der Feuerwehren, also für deren Ausrüstung wie etwa Fahrzeuge zuständig. Oberhaid verfügt über drei Wehren: die in Oberhaid selbst, die in Unterhaid und die in Staffelbach. Über die Erhebung von Aufwandssätzen fließt dann zumindest ein kleiner Teil des finanziellen Aufwandes wieder an die Gemeinde zurück.

Die Wehren waren deswegen an die Verwaltung herangetreten, weil es im kommenden Jahr mit Fertigstellung und Bezug der Senioreneinrichtung ein zweites großes Objekt mit Brandmeldeanlage gibt.

Die erste Brandmeldeanlage befindet sich übrigens in dem mit größten Gebäudekomplex, in dem lange Jahre die Firma Stark beheimatet war, und in dem nun verschiedene Firmen ihren Sitz haben, hieß es weiter aus der Verwaltung.

Kommandant Görtler erklärte auf Nachfrage, dass es hier bislang noch zu keinem Fehlalarm gekommen war. Wenn bei einem derartigen, großen Objekt Alarm ausgelöst wird, so machte der der Kommandant weiter deutlich, " dann rücken wir mit allem aus, was wir haben". Konkret bedeute das mit zwei Löschfahrzeugen, einem Mehrzweckfahrzeug und 16 Aktiven "an Bord".

Insgesamt engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaid 40 Aktive ehrenamtlich. Die müssen im Einsatzfall alles liegen und stehen lassen, führt Kommandant Görtler dazu weiter aus. Eine größere Anzahl von Fehlalarmen sei deswegen speziell für die Motivation der Freiwilligen doch äußerst schlecht.

Genau da setzt nun der Lückenschluss in der Satzung für Aufwands- und Kostenersatz für die Freiwilligen Feuerwehren an, sagt dazu Verwaltungsleiter Joachim Karl.
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Für die Wehren, so informierte Karl, sei es deswegen äußerst wichtig, dass die Brandmeldeanlagen regelmäßig und fachmännisch gewartet werden, damit sie einwandfrei funktionieren. Auf diese Weise könne die Zahl der Fehlalarme von vornherein zumindest ein bisschen reduziert werden.

Im Sinne seiner Feuerwehren stimmte der Gemeinderat der Anpassung der Satzung zu. Kommandant Görtler begrüßt dies namens seiner Aktiven ausdrücklich.