Am Dienstag hat Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) getroffen, um über die Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO) und die Pläne für ein mögliches "Ankerzentrum" in Bamberg zu sprechen: Der OB war mit dem Entschluss nach München gefahren, feste Zusagen über eine Reduzierung der Kapazität der Unterkunft auf maximal 1500 Plätze für Asylbewerber zu bekommen.

"Ich habe betont, dass es auch eine Obergrenze für Kommunen geben muss", so Starke auf Anfrage am Dienstagabend nach dem Gespräch. Der Minister soll dabei bestätigt haben, dass die Belegung von 1500 in der Unterkunft nicht überschritten werden soll. Außerdem soll die Anlage bis 2025 befristet bleiben.

Die Kapazität der AEO im Osten von Bamberg ist auf 3400 Plätze ausgelegt, derzeit sind aber nur gut 1300 Plätze durch Asylbewerber belegt.

Warum eine Freigabe einzelner leerstehender Gebäude der AEO für städtische Wohnversorgung frühestens im Herbst absehbar sein wird, lesen Sie im Premiumbereich.


"Ankerzentren"

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass sogenannte Ankerzentren auf dem gesamten Bundesgebiet aufgebaut werden sollen. "Anker" steht dabei für "Ankunft, Entscheidung, Rückführung". Demnach sollen in den Einrichtungen Asylbewerber von der Ankunft, über die Entscheidung ihres Asylbescheids und gegebenenfalls bis zur Abschiebung in den Zentrum bleiben.

Eine Testphase könnte bereits in einigen Bundesländern im September starten. Ein Kandidat dafür soll Bamberg sein, wo mit der AEO bereits eine ähnliche Einrichtung vorhanden ist.