Soll der Bandname "Ludwig Two" eine Anspielung auf den bayerischen König Ludwig II. sein? Und wenn ja, warum?

Thomas Thumann: "Die Band gibt es seit dem Jahre 2002. Damals waren wir zu dritt und noch Jugendliche im Alter zwischen dreizehn und vierzehn Jahren. Wir kannten uns alle seit dem Kindergarten bzw. seit der Grundschule. Später kamen noch ein Bassist und ein E-Gitarrist hinzu. Im Laufe der Jahre sind zwei Bandmitglieder abgesprungen und einer kam wieder hinzu, so dass wir derzeit zu viert unterwegs sind. Als Jugendliche haben wir hauptsächlich Covermusik gemacht. Mit der Zeit hat es sich dann weiter entwickelt und seitdem spielen wir unsere eigenen Sachen. Anfang des Jahres waren wir zudem auf der Suche nach einem neuen Namen, da wir uns mit unserem bisherigen nicht mehr identifizieren konnten. Wir hatten dann verschiedene zur Auswahl gehabt und haben uns letztendlich für ‚Ludwig Two‛ entschieden. Denn zum einen finden wir ihn vom Klang her sehr gut: er ist sowohl in Deutschland als international verwendbar. Und zum anderen sind wir als Bayern auch ein bisschen patriotisch. Ludwig II. ist der bekannteste bayerische König und war auch ein bisschen verrückt, so dass er ganz gut zu uns passt."

Ihr kommt aus Bayern und nennt euch nach dem bayerischen König. Nun liegt die Vermutung sehr nahe, dass ihr in Lederhosen auftretet und Volksmusik macht. Dem ist aber nicht so, oder? Wo würden Sie ihre Musik einordnen?

"Also zunächst: mit Lederhosen und Volksmusik haben wir tatsächlich nichts am Hut. Unsere Musik würde ich als verpoppten Indie-Rock oder als verrockten Indie-Pop bezeichnen. Ich denke, dass trifft es ganz gut. Einige Songs von uns sind etwas poppiger, andere hingegen etwas rockiger."

Sind Sie und ihre Bandmitglieder mittlerweile schon hauptberufliche Musiker, oder ist es noch eine Nebeneinkunft?

"Wir sind derzeit alle noch Studenten und haben daher relativ viel Zeit für die Musik. Allerdings werden es immer mehr Konzerte. Zudem stehen wir alle unmittelbar vor dem Ende des Studiums. Daher werden wir in absehbarer Zukunft eine Entscheidung treffen müssen, wie es weitergehen soll."

Welche Ziele oder Wunschträume haben Sie sich in Bezug auf Ihre musikalische Karriere gesetzt?

"Reich und berühmt werden! (lacht) Natürlich wollen wir eines Tages hauptberufliche Musiker werden. Allerdings wollen wir dabei nicht unseren Spaß verlieren. Wir wollen uns auch keinen Fall für irgendwelche Casting-Shows prostituieren müssen. Vielmehr wäre es unser Ziel, von der Musik, die wir mögen und die wir machen, leben zu können."

Wie schwer ist es als Newcomer durchzustarten? Wie sinnvoll sind dabei neue Medien wie "Facebook" und "Youtube"?

"Es ist brutal schwer. Es ist zwar sehr leicht Musik oder Musikvideos per Youtube und andere Netzwerke zu veröffentlichen. Allerdings sind diese Kanäle auch sehr, sehr überlaufen. Mit vielen guten, aber auch schlechten Bands. Das schwierige daran ist, unter den vielen guten Musikern herauszustechen. Man braucht aber auch irgendwie anderweitige Unterstützung. Wir vernetzen uns immer mehr und lernen ständig neue Kontakte kennen. Dies alles dauert jedoch unglaublich lang und zehrt sehr an den Kräften. Wir sind dennoch der Meinung, dass, wenn man lange genug dran bleibt, es auch funktioniert."

Was waren Ihre schönsten Highlights in ihrer bisherigen Musikerlaufbahn?

"Sicherlich der Auftritt dieses Jahr als Vorgruppe in Coburg bei der Kultband Toto. Es war einfach gigantisch, als der Schlagzeuger von Toto nach dem Konzert zu uns kam und uns mitteilte, dass unser Auftritt ihm gefallen habe."

Sie haben sich auf die Fahne geschrieben nichts zu kopieren und zudem sorgen sie mit verrückten Outfits für Aufsehen. Wer schreibt die Texte und wer kommt auf die verrückten Ideen?

"Wir haben zwei Texter in der Band: Andreas Eckert und unserer Schlagzeuger Julian Menz. Wobei Andi wohl rund 70 Prozent der Texte schreibt und Julian textet den Rest. Mal kommt mehr vom Einzelnen, mal wird mehr im Bandraum arrangiert. Es ist also gut aufgeteilt. Und für die verrückten Ideen sind wir alle vier relativ kreativ und ergänzen auch sehr gut. Manche Sachen sind allerdings zu ausgeflippt..."

Auf was dürfen sich die Bamberger am 08. November im Live Club freuen?

"Auf wunderschöne eineinhalb Stunden. Unser Liveprogramm ist extrem und sehr abwechslungsreich. Unsere Konzerte sind ferner völlig altersunabhängig: der 17-jährige Bursche kann genauso gut auf unser Konzert gehen wie dessen 55-jährige Mutter. Es ist einfach für Jeden etwas dabei. "


Konzerthinweis:

Ludwig Two gastiert am 08. November ab circa 21:00 Uhr im Live Club Bamberg. Karten sind erhältlich bei der telefonischen Hotline unter der Nummer 0951/2 38 37 oder im Internet unter www.kartenkiosk-bamberg.de.