Der Übeltäter ist ein kaputter Gully - so könnte man laienhaft das Problem unter der Fahrbahn des Münchner Rings zwischen Aldi und ATU in Bamberg bezeichnen. "Der Straßenablauf ist vermutlich undicht, dadurch hat es uns Material aus der Straße gezogen", so die Erklärung von Harald Thiele vom Staatlichen Bauamt Bamberg. Durch die Unterspülungen der Fahrbahn hat sich an der Stelle des Münchner Rings kurz nach der Unterführung der Nürnberger Straße in Fahrtrichtung Berliner Ring eine Delle gebildet, die ausgebessert werden muss.

Ab Dienstag, 27. November, werden deshalb bis voraussichtlich Donnerstag, 29. November, die beiden Spuren in Fahrtrichtung Berliner Ring gesperrt. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt - auch in der Gegenrichtung steht nur eine Spur zur Verfügung. Damit soll es das am vielbefahrenen Münchner Ring für dieses Jahr aber gewesen sein.

Umfangreiche Sanierung zu Ende

Die Belastung des Rings hatte auch zu einer umfangreicheren Sanierung in den vergangenen drei Wochen von der Kreuzung Babenbergerring bis zur Einmündung am Heinrichsdamm geführt. Bis zu 30.000 Fahrzeuge am Tag bearbeiten hier schließlich den Asphalt, das sind mehr als an der Hangbrücke der A70 bei Würgau - dort sind es rund 21.000 Fahrzeuge.

Deshalb musste die Deckschicht der Talfahrt in Richtung Heinrichsbrücke auf rund 1,6 Kilometern ausgetauscht werden. Auch die Anschlussstellen zur Schellenbergerstraße und Buger Straße wurden erneuert und sind wieder frei befahrbar. Am vergangenen Freitag wurden die Arbeiten beendet.

Letzte Markierungsmaßnahmen sollen laut Thiele bei rollendem Verkehr erledigt werden. Auch die Mittelstreifenüberfahrung soll dann verschwinden. Beim Rückbau könnte es aber noch einmal zu kleineren Behinderungen kommen.

Bleiben werden dagegen die sogenannten Betongleitwände unterhalb der Fußgängerbrücke und der Brücke der Buger Straße, die beide auf dem Sanierungsabschnitt über den Münchner Ring führen. Hintergrund: Die rund 46 000 Euro teuren Elemente sollen die Brückenpfeiler vor einem möglichen Anprall vor allem von Lastwagen schützen.

Insgesamt belaufen sich die Kosten der Maßnahme so auf mindestens 850.000 Euro.

Die Ausbesserung der Delle auf dem Münchner Ring weiter in Richtung Berliner Ring ist dagegen ein Schnäppchen: 10.000 Euro sind dafür nötig. Ein Großteil davon verschlingt die Verkehrssicherung der nur rund 50 Meter langen Baustelle.