Auf eine ungewöhnliche Aktion macht der Forstbetrieb Ebrach aufmerksam: Am 8. Dezember, so teilt Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner mit, muss der Forstbetrieb Ebrach eine der mächtigsten Buchen im Steigerwald sprengen lassen.

Grund: Der Baum stellt eine Gefahr für den neuen Radweg dar. Die Sprengung wird von einem Sprengkommando des Technischen Hilfswerkes Forchheim durchgeführt. Dafür muss die B22 zeitweise gesperrt werden.

Wie es seitens des Forstbetriebs in seiner Mitteilung heißt, weist einer der beiden Hauptstämme des Methusalembaumes "M4" einen langen, tief ins Holz führenden Riss im unteren Stammteil auf. "Der bedrohliche Riss war nach dem starken Gewittersturm am 30. Juni 2012 aufgetreten und bei einer Routinekontrolle erkannt worden", so Fabian Löchner, der zuständige Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten.

Der Methusalempfad ist ein Weg, der am Radstein an der B22 zwischen Breitbach und Ebrach beginnt. Der Weg wurde vom Forstbetrieb Ebrach angelegt, um interessierten Waldbesuchern und Touristen den Anblick von mächtigen Altbäumen zu ermöglichen. Neun imposante Buchen, Eichen und Ahorne können entlang des Weges bestaunt werden. Ein Teil des Methusalempfades wird derzeit als Radweg ausgebaut, der von Würzburg über den Steigerwald nach Bamberg führt.

Wegen der Verkehrssicherung dieses Radweges war zunächst überlegt worden, den beschädigten Methusalembaum zu fällen. "Damit hätten wir einen der größten Altbuchen im Steigerwald verloren", so Mergner. Der Forstbetrieb entschied sich deshalb für die Sprengung, um einen Teil des Erdstammes sowie den zweiten Stamm der gewaltigen Buche nach Möglichkeit zu erhalten. Zur Umsetzung des Vorhabens konnte die Fachgruppe Sprengen des Technischen Hilfswerkes Forchheim gewonnen werden, die bereits viel Erfahrung mit der Sprengung von Bäumen hat.

Die Sprengaktion findet am Samstag statt. Dazu muss die B 22 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr für etwa 15 bis 20 Minuten gesperrt werden. Die Detonation wird vermutlich weit ins Frankenland zu hören sein. ft