Die Gemeinde Litzendorf hat in den letzten Jahren viel geleistet. So sind Bürgerhaus und Bücherei samt Umfeld barrierefrei zu erreichen, ebenso wie die Bushaltestellen in der Ortsmitte und der neue Teil des Friedhofs. Mittlerweile gibt es auch einen barrierefreien Zugang zum alten Teil des Friedhofs, zum Pfarrheim und zur Pfarrkirche. Bachstraße, Kirchgasse und Schimmelsgraben wurden umgebaut beziehungsweise neu gepflastert. Die Einfriedung des Kirchenumfelds und des imposanten Pfarrhauses konnte restauriert, Treppenaufgänge neu gesetzt und die Zufahrt zum Pfarrheim mit einer Neuanlage von behindertengerechten Parkflächen angelegt werden.


Topographische Herausforderung

Eine Erneuerung der Wasserleitungen und die Kanalsanierung schlagen mit rund 320.000 Euro zu Buche. Dazu kommen für die Pflasterflächen, die Begrünung und dem Ausbau von Parkflächen zur optischen Aufwertung und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität Kosten von rund 400.000 Euro. Rund 620.000 Euro sind unter anderem für barrierefreie Zugänge zum Friedhof und zum Pfarrheim beziehungsweise für die Neugestaltung des Platzes vor dem Pfarrheim aufgewendet worden. Die topographischen Herausforderungen dabei waren nicht unerheblich.

Nun können ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen Kirche, Pfarrheim und Friedhof selbstständig besuchen. Eine barrierefreie Toilettenanlage, eine E-Säule und die Akzentbeleuchtung im Schimmelsgraben sollen zeitnah folgen.


"Die barrierefreie Kommune"

Litzendorf gehört zu den 16 teilnehmenden Städten und Gemeinden, die am Modellvorhaben "Die barrierefreie Kommune" teilgenommen haben. Das vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren 2014 initiierte Projekt ist Teil des Sonderinvestitionsprogramms "Bayern barrierefrei 2023" - Modul Bau und Verkehr" und soll den kommunalen Handlungs- und Finanzbedarf abschätzen helfen.
Im Rahmen des Jubiläumspfarrfestes "300 Jahre Pfarrkirche St. Wenzeslaus" erfolgte die offizielle Inbetriebnahme der neu gestalteten Flächen und Wege um Friedhof, Pfarrheim und Kirche. Die Kinder des katholischen Kindergartens St. Wenzeslaus hatten zuvor die zahlreichen Gäste, auch Bezirkstagspräsident Günther Denzler (CSU) und Landrat Johann Kalb (CSU) mit einem fröhlichen Lied begrüßt.

Litzendorfs Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) sprach in seiner Begrüßung davon, dass wieder ein "Leuchtturmprojekt" mit dem barrierefreien Zugang zum Friedhof, zum Pfarrheim und zur Kirche Realität geworden ist. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und insbesondere der Abteilung "Städtebauförderung" bei der Regierung von Oberfranken, für die Unterstützung des umgesetzten Maßnahmenpakets.

Litzendorf ist bei den Projekten als Bauträger aufgetreten und wird im Rahmen der Städtebauförderung durch das Programm "Aktive Zentren" unterstützt. Die Ausgaben für Litzendorf betragen hierfür rund 1,4 Millionen Euro. Die Regierung von Oberfranken bezuschusst die förderfähigen Kosten mit 60 Prozent.


Gutes Miteinander gelobt

Michael Mohnkorn, Bereichsleiter für die Städtebauförderung bei der der Regierung von Oberfranken, lobte die Anstrengungen der Gemeinde Litzendorf, die im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) entwickelten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen. Er wies außerdem auf die aktuell günstige Förderkulisse hin.

Kirchenpfleger Raimund Köhler würdigte in diesem Zusammenhang das gute Miteinander von politischer Gemeinde und Kirchengemeinde. So konnte das Kirchenumfeld neu gestaltet und vorhandene Synergie-Effekte genutzt werden.

Pfarrer Marianus Schramm segnete abschließend den Platz und die Wege und übermittelte auch die besten Wünsche von Pfarrerin Kerstin Kowalski, die leider nicht vor Ort sein konnte. Die "Litzendorfer Musikanten sorgten für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung der offiziellen Feier und unterhielten dann auch weiter die Gäste beim Pfarrfest.