Um das Ringcenter an der äußeren Nürnberger Straße war es zuletzt immer stiller geworden. Es liegt Jahre zurück, dass Kunden dort im Supermarkt Tegut oder im Drogeriemarkt Müller einkaufen konnten. Doch ist längst nur noch eine Spielhalle in dem Gebäude verblieben. Auch die letzten Versuche eines Projektentwicklers, der Krieger-Gruppe aus Essen, das gut 6200 Quadratmeter große Gebäude mit dem Möbeldiscounter Sconto und einem Elektromarkt zu revitalisieren, scheiterten in der Planungsphase.

Nun gibt es aber möglicherweise einen Lichtblick für die Immobilie: So hat die Bamberger FIM-Unternehmensgruppe das Gebäude samt Nachbarschaftsgrundstücken von der Krieger-Gruppe erworben. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. Insgesamt soll die Grundstücksfläche zwischen Forchheimer Straße und Berliner Ring 11.900 Quadratmeter betragen.
Mit ersten Mietinteressenten ist die Unternehmensgruppe im Gespräch, bestätigt Prokurist Jan Lerke. Die Nachfrage sei gut. "Ich gehe davon aus, dass wir mehr als einen Mieter haben werden." Allerdings könne er derzeit noch nicht konkreter werden.

Denn neben dem Bestandsgebäude, das erhalten bleiben soll, will die Gruppe auch die Brachflächen hinter der Immobilie entwickeln, die sich in Richtung Forchheimer Straße erstrecken. Dafür sei momentan ein Nutzungskonzept in der Entstehung, das noch mit der Stadt abgestimmt werde.
Das betrifft demnach auch Auflagen wie die sogenannten innenstadtrelevanten Sortimente. Diese sind grundsätzlich im Bebauungsplan zugelassen, allerdings nur bis zu einer gewissen Größe. Unter anderem daran hatte die damalige Investorengruppe das Scheitern der Sconto-Ansiedlung festgemacht.

Das Grundstück liegt direkt an den Bahngleisen, was aus Sicht der FIM-Gruppe aber kein Problem darstellt: "Die Flächen lassen sich flexibel anpassen, auch im Hinblick auf eine etwaige Streckenänderung der Bahntrasse", erklärt Lerke.

Die Gleise durch Bamberg sollen bekanntermaßen ausgebaut werden, ein S-Bahn-Halt in der Nähe entstehen. Doch auch im Baureferat hatte man für die Entwicklung des Geländes in der Bahnplanung bisher kein "K.O.-Kriterium" gesehen.