Mäuse gibt es viele, aber nur wenige wiegen 24 Tonnen oder mehr, wie die Zuckerrüben-Lademaus. Diese schweren Geräte waren in der Ernte- und Verarbeitungskampagne 2012/13 schon sehr früh, seit dem 16. September im Einsatz, denn die Erwartungshaltung war nach den Rekordergebnissen des Vorjahres entsprechend hoch.

2012 war dann auch ein "erfreuliches Rübenjahr", so Jochen Fenner, der Verbandsvorsitzende der fränkischen Zuckerrübenanbauer. Die oberfränkische Fraktion hatte sich in Hirschaid versammelt, um Bilanz zu ziehen und der "Königin der Feldfrüchte" Respekt zu erweisen, so Obmann Heinrich Faatz in seiner Begrüßungsansprache.

Süddeutschland weit vorn

Wenn auch die Ergebnisse von 2011 nicht erreicht wurden, so nehmen doch die süddeutschen Rübenbauern jetzt erstmals beim Zuckerertrag pro Hektar Anbaufläche einen Spitzenplatz innerhalb der europaweit aufgestellten Südzucker-Gruppe ein. Die Oberfranken haben daran einen gewichtigen Anteil.

Im Einzugsgebiet der Fabrik in Ochsenfurt wurde ein Ertrag von 68,9 Tonnen/ha erzielt, dies mit einem Zuckergehalt von 18,7 Prozent. Knapp 15 000 Tonnen Rüben wurden in der Fabrik bis zum 2. Januar 2013 täglich verarbeitet.

Bamberg war mit einem Ertrag von 65,4 Tonnen/ha und einem Zuckergehalt von 18,3 Prozent beteiligt. Die süßesten Früchte kommen mit 18,8 Prozent aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, während beim Ernteertrag die Coburger mit 72,7 Tonnen/ha die Nase vorne haben.

Die Anbaufläche ist mit 25 680 Hektar nahezu konstant geblieben, während sich bei der Zahl der Anbauer der Strukturwandel stetig fortsetzt. Seit 2001 hat sich die Zahl um 39 Prozent auf jetzt 4 337 verringert.