Die Umbauarbeiten der Kindertagesstätte St. Elisabeth gehen zügig voran und werden planmäßig zum Abschluss gebracht. Damit können gegen Mitte beziehungsweise Ende nächster Woche die Kinder ins neu errichtete Erdgeschoss einziehen. Die vor der Kirche aufgestellten Container werden dann nicht mehr länger benötigt.

Allerdings werden mit dem Einzug der Kinder ins neue Domizil nicht alle Umbauarbeiten komplett abgeschlossen sein. So werden beispielsweise im Keller des Gebäudes noch weiter die Arbeiter ein- und ausgehen. "Aufgrund eines Wasserschadens ist unser Zeitplan etwas durcheinander gekommen. Daher werden wir für den Pfarrsaal, der hier im Keller untergebracht ist, noch einige Wochen benötigen", erläuterte Architekt Michael Jungkunst den Gemeinderäten, die sich vor Ort ein Bild der Lage verschafft haben.

Tagesbetrieb von Verzögerung nicht betroffen

Der Bauabschluss wird sich um drei bis vier Monate verzögern. Der Tagesbetrieb der Kindertagesstätte sei davon aber nicht betroffen. Auch werde es keine allzu großen Lärmbelästigungen für die Kinder geben. Die offizielle Einweihung der neuen Kindertagesstätte wird erst im Sommer nächsten Jahres mit einem bunten Familienfest begangen.

Im Memmelsdorfer Rathaus mussten sich anschließend die Ratsmitglieder mit einem Förderantrag der Katholischen Kirchenstiftung "Heilig Geist" beschäftigten. Die Kirchenstiftung möchte von der Gemeinde für den Neubau ihres Pfarrsaales einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent und begründet diese Forderung damit, dass man durch den Bau der Kinderplätze schließlich den alten Pfarrsaal verloren habe. Im Zuge der Baumaßnahme der Kindertagesstätte hätten die Richtlinien für Brandschutz, Notausgänge, Belichtung sowie einen behindertengerechten Zugang nicht mehr ausgereicht.

Die Kosten für den Neubau des Pfarrsaals würden sich auf 346.000 Euro belaufen. Das Ordinariat in Bamberg übernimmt hiervon 225.000 Euro. Den Restbetrag muss die Kirchenstiftung aus eigenen Mitteln finanzieren. "Da diese Kosten Folgekosten des Krippenbaus sind, bitten wir die Gemeinde um einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Gesamtkosten", heißt es in einem Schreiben an den Gemeinderat.

Gleichbehandlung

Die Verwaltung empfahl den Ratsmitgliedern, von dieser Förderung abzusehen. Denn die bestehenden Förderrichtlinien sehen lediglich einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent vor. Diese Zusage wurde bereits in einer Sitzung im Oktober 2012 erteilt und solle aufrechterhalten werden. Der Gemeinderat folgte schließlich auch mehrheitlich dieser Empfehlung und lehnte den Antrag der Kirchenstiftung ab. Denn die Gleichbehandlung aller Antragsteller müsse gewährleistet bleiben, wurde argumentiert.

Einig waren sich alle Gemeindevertreter, die Sanierung eines Bildstocks zur Verehrung der 14. Nothelfer in Oberend zu bezuschussen. Der Privatmann, der den Bildstock für 2100 Euro aus eigener Tasche vornimmt, erhält von der Gemeinde einen Zuschuss von zehn Prozent, maximal 500 Euro. In der gesamten Gemeinde gibt es 14 derartiger Bildstöcke. Und man war der Ansicht, dass der Erhalt dieser durchaus wünschenswert ist.