Langsam gehen den Meteorologen die Superlative aus. Extremsommer? Jahrhundertdürre? Trockenste Phase seit Beginn der Aufzeichnungen? Sicher ist beim Blick auf Bambergs Parks und Grünflächen: Tausende von Bäumen und Büschen befinden sich in einem erbärmlichen Zustand.

Das ist kein Wunder. Nach den Aufzeichnungen der Bamberger Wetterwarte dauert die Trockenheit nun schon seit April dieses Jahres. Mittlerweile fehlen gegenüber dem langjährigen Mittel etwa 200 Liter pro Quadratmeter. Und die Dürre scheint sich im September über die ganze Länge des Monats fortzusetzen. Noch einmal sollen kommende Woche die Temperaturen auf 30 Grad klettern.

Die Leidensphase der Pflanzen in den Bamberger Parkflächen könnte also noch weiter gehen. Schon heute ist die Bilanz, die man im Bamberger Gartenamt am Ende eines Ausnahmejahres zieht, verheerend. Nicht wenige von den 14 000 Stadtbäumen, für die Leiter Robert Neuberth und seine Mitarbeiter in Parks und entlang von Straßen zuständig ist, werden nicht mehr zu retten sein. Sie müssen wohl noch im Winter gefällt werden. Auch mittel- und langfristig dürften die Schäden in die Hunderttausende Euro gehen. Neuberth schätzt die Quote der massiv betroffenen Bäume auf zehn bis 20 Prozent.

Gibt es eine Logik in der Wetterlage, die Europas Norden nun schon seit Monaten in Atem hält? Der Bamberger Klimaforscher Thomas Foken hatte schon im vergangenen Winter mit seiner These vom Stottern des europäischen Wettermotors aufhorchen lassen. Damals beherrschte noch eine monatelange Tiefdruckphase die Wetterküche.

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