Memmelsdorf hat eine gut funktionierende gemeindliche Jugend- und Jugendsozialarbeit. Seit 2005 kooperiert man mit dem Verein für Innovative Sozialarbeit Iso als Träger bei den verschiedensten Projekten, auch bei der Offenen Ganztagsschule. Seit zehn Jahren bringt sich Jugendpfleger Daniel Dummert in der professionellen Jugendarbeit ein, seit sechs Jahren leitet er die Offene Ganztagsschule. In beiden Bereichen arbeitet er eng mit Ruth Eirich-Tavernier zusammen. Aus der Offenen Ganzstagsschule ziehen sich die Beiden ebenso wie das Gros der bisherigen Teamkollegen. Neue Leiterin wird hier Lisa Meyer, ließ Dummert den Gemeinderat in der von Bürgermeister Gerd Schneider geleiteten Sitzung wissen.

Mit Applaus gedankt

Zusammen mit Eirich-Tavernier berichtete Dummert über die Schwerpunkte bei Jugendsozialarbeit und Offener Ganztagsschule im letzten Halbjahr. Mit einem Applaus würdigte das Gremium das Engagement der beiden Teams in den genannten Bereichen.

Keine Frage war dann letztlich auch die Verlängerung des Vertrags mit Iso für das Jugendarbeitsmodell JAM (jährliche Kosten rund 59.000 Euro) bis zum Jahr 2016, zu dem es auch weiterhin vom Landkreis einen jährlichen zehnprozentigen Zuschuss gibt. Allerdings behält man sich ein Sonderkündigungsrecht für den Fall einer erheblichen Kostensteigerung vor.

Iso ist Partner bei einem weiteren Projekt: In der Memmelsdorfer Hauptstraße 4 ist eine Begegnungsstätte mit dem Namen "Mittendrin" im Werden. Die Gemeinde hatte 2012 ihre grundsätzliche Beteiligung an Bau- und Betriebskosten beschlossen. Da es sich um eine generationenübergreifende, also generationenverbindende Einrichtung handeln wird, kann die Horst-Bieger-Seniorenstiftung das Vorhaben nicht alleine realisieren. Fertigstellung soll Ende September sein. Bis dahin muss auch jemand gefunden sein, der die Stätte professionell betreibt. Um nicht selbst eine solche Kraft ejnstellen zu müssen, wird sozusagen eine Dienstleistung über Iso eingekauft. Jährlich wird das rund 35.000 Euro kosten. Gemeinde und Stiftung tragen davon jeweils die Hälfte. Zunächst wurde dafür ein Vertrag bis 2016 geschlossen, der danach jährlich gekündigt werden kann. Das ist das Ergebnis der intensiven Aussprache zu diesem Thema. Angeregt wurde zudem, nach weiteren Fördermöglichkeiten für derartige Mehrgenerationen-Projekte zu suchen.

Die seit Herbst 2013 laufenden rund 200.000 Euro teueren Umbau- und Sanierungsarbeiten für den Generationentreff mit einer Nutzfläche von gut 100 Quadratmetern sollen Ende September beendet sein. Bevor die Einrichtung ihren Betrieb aufnimmt, hat die Stiftung die Gremiusmitglieder eingeladen, die neue Einrichtung zu besichtigen.

Auch an Vereine denken

Mehrfach wurden in der Sitzung Anregungen formuliert, angesichts der nicht unerheblichen Investitionen in die professionelle Jugendarbeit doch künftig auch verstärkt an die Vereine zu denken, die sich auf ihren Gebieten jeweils stark für den Nachwuchs engagieren.

Stichwort Nachwuchs: In der Lichteneiche wird in der Kita St. Elisabeth eine neue Kinderkrippengruppe eingerichtet. Für die notwendigen Arbeiten und Beschaffungen machte der Gemeinderat mit seinen Beschlüssen den Weg frei. Gleiches gilt für das neue Gewerbegebiet "Memmelsdorf-West". Für Bebauungsplanaufstellung mit Flächennutzungsplanänderung ist der Startschuss gefallen.