Das erste Wochenende in den Ferien bescherte den Daheimgebliebenen bestes Sommerwetter und den Freibädern "volles Haus". Sehr zur Freude der Bäder-Verantwortlichen bei der Stadtwerke Bamberg GmbH, die nach einem unterkühlten Saisonstart lange auf den erhofften Ansturm und damit auf nennenswerte Einnahmen warten mussten.

Inzwischen sind sie ganz zuversichtlich, was den Sommer 2013 angeht. "Der Juli hat die Halbzeitbilanz für Bambergs Freibäder gerettet", urteilt Stadtwerke-Sprecher Jan Giersberg.
Kamen im Mai und im Juni bei wechselhaften Witterungsbedingungen nur hart gesottene Schwimmer, registrierte man allein im vergangenen Monat über 70 00 Besucher.

Seit Beginn der Badesaison wurden im Stadionbad, Gaustadter Bad und im Hainbad bislang über 116 000 Gäste gezählt. "Fast 50 Prozent mehr als im extrem wechselhaften Sommer 2012", wie Giersberg nach einem Blick in die Statistik des Vorjahrs anmerkt.

5600 Gäste am Freitag

Groß waren die Erwartungen an das erste Ferien-Wochenende. Betriebsleiter Uwe Weier rechnete nach den Wetterprognosen, die 30 Grad und mehr erwarten ließen, an allen Standorten mit "vollen Häusern".

Und es wurde auch voll: 7400 Besucher stürmten am Samstag und Sonntag die drei Anlagen, davon die meisten am Samstag, nämlich 4600. Gar 5600 Leute suchten am Freitag die Freibäder auf und dort ein bisschen Erfrischung.

Den etwas geringeren Ansturm am Samstag führt man beim Bäder-Betreiber darauf zurück, dass viele am Wochenende wohl schon weggefahren sind.

Das "Flaggschiff" unter Bambergs Freibädern bleibt auch in seiner 60. Saison das Stadionbad. Dort wurden seit Saisonbeginn über 62 000 Gäste gezählt. Knapp 25 000 kamen bisher in das Gaustadter Freibad, obwohl es idyllisch am Rand des Michelsberger Walds liegt.

Weiter im Trend liegt das Schwimmen in der Regnitz. Mit 28 000 Besuchern verzeichnete das "Luft- und Sonnenbad" im Hain bis Ende Juli so viele Besucher wie zuletzt im Jahr 2006. Auch der August lässt sich dort mit über 4000 Gästen in erst vier Tagen gut an.

Der Trend zum Baden in Naturgewässern bereitet der Stadt Bamberg und der Wasserschutzpolizei allerdings zunehmend Sorgen. Viele genießen die Abkühlung außerhalb der Hainbadestelle und damit des von der Stadt freigegebenen Regnitz-Abschnitts. Dabei beginnt wenige Meter flussabwärts bereits der Sog, der vom Wasserkraftwerk an den Oberen Mühlen ausgelöst wird.

Darauf macht seit wenigen Tagen eine Tafel aufmerksam, die die Kommune auf Höhe der Schleuse 100 aufstellen ließ. Anlass zu dieser Vorsichtsmaßnahme war der tödliche Badeunfall eines 17-Jährigen vor zwei Wochen an der Buger Spitze, sagte auf Anfrage Stadt-Sprecherin Ulrike Siebenhaar.

Abschreckende Wirkung zeigt die Warnung zumindest bisher nicht: Auch an diesem Wochenende ließen sich zahlreiche junge Leute mit und ohne Luftmatratzen an der Schleuse 100 und damit an der Verbotstafel vorbei bis zu den letzten Ausstiegsleitern am Mühlwörth treiben - wenige Meter oberhalb des Kraftwerks.

Spiele im Stadionbad

Die Stadtwerke machen darauf aufmerksam, dass es im Stadionbad für Kinder und Jugendliche während der Ferien jeweils montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr Spiele und Wettkämpfe rund um Wasser, Bälle und die Rutschen gibt. Die Teilnahme ist spontan ohne Anmeldung möglich. Laut Stadtwerke-Sprecher Giersberg kostet dieses feuchte Zusatzvergnügen nichts.