Christiane Laaser , Stadträtin der GAL-Fraktion, kümmert sich seit Jahren um die syrischen Kriegsflüchtlinge in Bamberg. Was wenige wissen: In nur vier Jahren ist diese Gruppe auf fast 1000 Personen angewachsen. Laaser spricht von einem heterogenen Kreis von Flüchtlingen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen. Was für die Syrer derzeit große Probleme bereitet, ist laut Laaser nicht nur der Bamberger Wohnungsmarkt, der bekanntlich auch die einheimische Bevölkerung vor große Probleme stellt.

Das starke Wachstum der syrischen Gemeinde sorgt auch beim Freitagsgebet für ungewöhnliche Enge. In einem Ladenlokal im Stadtteil Wunderburg drängen sich dort bis zu 100 Männer auf kleinem Raum; für Frauen fehlt ein Gebetsraum derzeit noch völlig. Gesucht werden deshalb neue, möglichst große Räume für eine Moschee in Bamberg.

Doch wo sollen diese gefunden werden und wie müssen sie beschaffen sein? Schon in der Wunderburg gab und gibt es wegen des Ansturms erhebliche Probleme rund um die bestehenden Gebetsräume. Laaser spricht von einer Immobilie, in der sich sich bis zu 300 Gläubige am Freitag und an hohen Feiertagen treffen können.

Es geht nicht um einen Neubau, sondern um die Anmietung eines bestehenden Gebäudes. Sie weiß auch um die vorhandene Skepsis mancher Bürger in Bezug auf Moscheen. Doch eine Alternative, Hilfestellung auch in solchen Fragen zu leisten, sehe sie nicht. "Wenn wir in Deutschland vermeiden wolle, dass es zu Parallelgesellschaften kommt, dann ist diese Offenheit ein wichtiger Teil für eine gelingende Integration."

Wie sich die Zahl der Syrer im Verhältnis zu anderen ausländischen Gruppen entwickelt hat, was andere Parteien zu den Veränderungen in Bamberg sagen, lesen Sie hier.