Immer wieder gibt es Beschwerden über die Kleingartenanlage im Handthalgrund. Am westlichen Ortsende von Ebrach gelegen, gleich in Festplatznähe, sorgen die Auswüchse der Anlage für Unmut. Anfang der 50er Jahre hatte sich dort ein Verein gegründet und von der Gemeinde rund 5000 Quadratmeter gepachtet. Seinerzeit wurde der Vertrag mit Rudolf Englisch geschlossen. Seit 1983 ist Johann Jäger Vorsitzender. Mit ihm hat der Markt Ebrach eine neue Vereinbarung geschlossen.

Insgesamt 19 Mitglieder
19 Mitglieder hat der Verein, wobei die Mitglieder sozusagen mit den Unterpächtern identisch sind. Einige jedoch haben zwischenzeitlich nicht nur Gemüse und Salat, sondern auch Unmut produziert. Einmal mehr erboste sich deswegen der Marktgemeinderat sozusagen als Sprachrohr der Bevölkerung über die Auswüchse der Ansiedlung.

Auch Auswüchse im wörtlichen Sinn. Denn einige der Gartenhäuser sind auf Datschengröße angewachsen. So manches Gewächshaus hat Dimensionen angenommen, die in keinem Verhältnis zur Gartengröße mehr stehen.

Nicht nur Bauten ecken an. Gleiches gilt für die Praxis manchen Kleingärtners, der mit Überflüssigem an Ort und Stelle kurzen Prozess macht und es einfach verbrennt. Das ist nicht nur stinkendes Ärgernis, sondern schlicht verboten. Gleichfalls verboten zumindest in Kleingartenanlagen, das ist die Haltung von Kleintieren.
Immer wieder, so war zu vernehmen, gerät Federvieh auf Abwege und amüsiert sich auf dem Festplatz. Mit den entsprechenden Hinterlassenschaften.

Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD) zeigte sich zwar in gewisser Weise verständnisvoll: "Es können ja nicht alle Tiere jetzt gleich geschlachtet werden." Bis zum Ende dieses Jahres haben Tiere und Halter noch Aufschub. Denn ab 1. Januar 2015 darf in der Kleingartenanlage nicht mehr gegackert, geschnattert und ähnliches werden. Verschüren ist sowieso verboten und für den Rückbau der Gartenhäuser und Lauben auf eine Maximalgröße bis 24 Quadratmeter bis bis 1. Juli nächsten Jahres Zeit. Wer sich nicht daran hält, dessen Pachtvertrag wird gekündigt. Das heißt für die Gemeinde, dass man mithilfe des Vorsitzenden nun erst einmal alle Unterpächter ermittelt und ihnen die Satzung zukommen lässt, damit sie genau wissen, was in der Anlage geht und was nicht.

Schwellen und Schilder für mehr Sicherheit
Geschlossen brachte der Marktgemeinderat die Satzung auf den Weg, die auf der Kleingartenanlage für Ordnung sorgen soll. Für mehr Sicherheit gerade der am Anger in Großbirkach spielenden Kinder wiederum sollen Schwellen jeweils am Beginn und am Ende des neuralgischen Bereichs sorgen zusammen mit Tempo-30-Schildern.

Dagegen, dass der gemeindliche Anteil bei der Sanierung der Doppelsporthalle (an der Realschule) um gut 80.000 Euro gegenüber den ersten Schätzungen steigt, könne man nichts tun. Allerdings binden jährlich 200.000 Euro (ab 2015 für insgesamt drei Jahre) die Gemeinde doch sehr.

Mit Freude nahm das Kollegium die Ausführungen von Jugendbeauftragtem Daniel Vinzens zur Kenntnis. Gemeinsam mit Verwaltungsgemeinschaftspartner Burgwindheim, dessen Jugendbeauftragten und Verwaltungsmitarbeiterinnen konnte für die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm erstellt werden. Dafür gab's Applaus. Sinngemäß auch für den Hinweis des Bürgermeisters, dass Ebrach beim Breitbandausbau im Landkreis-Ranking ganz weit vorne rangiert.