Die Stadt Bamberg drückt bei der Entwicklung des Lagarde-Areals im Osten der Stadt weiter aufs Tempo. Der Finanzsenat berät am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung über die Pläne, die Gebäude entlang der Weißenburgstraße/ Ecke Zollnerstraße und die ehemalige Einkaufshalle an einen Investor zu verkaufen, um möglichst schnell Wohnraum zu schaffen.

Die Bamberger GroKo aus CSU, SPD, BuB und FDP unterstützt die Pläne - massive Kritik kommt dagegen von Kulturschaffenden. So sprechen die Organisatoren des seit 14 Jahren bestehenden Kontaktfestivals von einem Verkauf "unter der Hand" und von Widersprüchen zu früheren Studien und Plänen. Sie fürchten, bald keine geeigneten Räume mehr auf dem Gelände zu bekommen, das sie in den vergangenen Jahren immer wieder bespielt haben. Unter der Überschrift "Für dumm verkauft - 7123 und die Stadträte!" kritisieren die Verantwortlichen das Vorgehen.

"7123" ist die Nummer des Gebäuderiegels entlang der Ecke Weißenburg- und Zollnerstraße, in dem früher Schlosserei und Schreinerei auf dem ehemaligen US-Kasernengelände untergebracht waren. Diese Räume sah die Initiative als am besten geeignet an, um sie dauerhaft mit Kultur zu bespielen.

Der Gebäudekomplex war unter anderem auch noch in einer von der Stadt in Auftrag gegebenen und von den Stadträten im Konversionssenat viel gelobten Machbarkeitsstudie des Regensburger Büros Eloprop für ein soziokulturelles Zentrum auf der Lagarde-Kaserne zu finden. Verwaltung und Stadträte haben verdeutlicht, dass auf dem Gelände auch ein soziokulturelles Quartier rund um die ehemalige Reit- und Posthalle entstehen soll.

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