Widerwillig verlässt Väterchen Frost nun doch die wintermüde Republik. Erste Lenzsymptome zeigen sich. Schon erwacht ein Freibad nach dem anderen aus dem Winterschlaf: Höchste Zeit für den Frühjahrsputz! Weit sind die Arbeiten an der Hainbadestelle fortgeschritten. Schließlich startet am 13. April hier die Vorsaison, wie über die Stadtwerke zu erfahren war.

Seit 1935
"Pack' die Badehose ein, ab in den Hain!", heißt's in Kürze also bei Sonnenschein. Angenehme 16 Grad sind nicht mehr ausgeschlossen. Ein idyllischer Platz auf der Holzliegefläche gleich am Wasser wartet auf Besucher des 1935 entstandenen Bades, umrahmt vom alten Baum- und Heckenbestand am linken Regnitzarm. Auch der Kiosk öffnet am 13. April, während die Kasse erst später durchgehend besetzt wird. Durchs Drehkreuz kommen Sonnenanbeter aber zum gewohnten Preis von 1 Euro in den Innenbereich.



Mit den Vorarbeiten zur Vorsaison begann vor vier Wochen schon Heinz Wilda, der im Hainbad die Aufsicht hat. "Ganze 30 Kubikmeter Laub galt es diesmal zusammenzurechen und abtransportieren zu lassen, während die Ausbesserungsarbeiten am Steg noch andauern", berichtete der Bamberger. Im Sanitärbereich ging das Großreinemachen weiter. Gerade öffnete Wilda die Wasserleitungen, damit am kommenden Samstag Toiletten und Duschen funktionieren. Frostschäden gab es glücklicherweise nicht, anders als am Kinderplanschbecken, das in der Hauptsaison eröffnet wird. "Bei der Gelegenheit wird die betroffene Fußrinne gleich neu gestrichen." Dennoch: Dumm für kleine Wasserratten, dass sie bis 11. Mai auf dem Trockenen sitzen.

Sommerroute der Busse
Ebenfalls am 11. Mai öffnen das Stadionbad und das Freibad Gaustadt, wie Astrid Rosenberger als stellvertretende Pressesprecherin der Stadtwerke erläuterte. "Dann nehmen Busse der Linie 916 auch wieder die Sommerroute, um Gäste bis direkt vor die Tür zur entsprechenden Haltestelle zu fahren."

Diverse Vorarbeiten laufen im Stadionbad auf Hochtouren. "Man entfernte Eisdruckpolster, die die Becken vor Frostschäden bewahren, ließ überschüssiges Wasser ab. Das Sportbecken säubern Mitarbeiter der Stadtwerke gerade mit Hochdruck- und Tellerreinigern bis in die letzte Fuge und Ecke", so Astrid Rosenberger. Defekte Fliesen würden ausgetauscht. Drei Wochen vor der Eröffnung fließt Wasser in sämtliche Becken, drei bis vier Tage lang, wie die Pressesprecherin berichtete. Die technische Anlage geht in Betrieb, zunächst im einwöchigen Probelauf, um alle eventuellen Schäden nach dem langen Winterschlaf aufzuspüren. "Regentage nutzt die Mannschaft für Arbeiten im Gebäude - beispielsweise in den Kabinen oder Duschen - wobei die gründliche Reinigung fast die komplette Zeit in Anspruch nimmt." Zwei Wochen später als geplant ist man heuer dran - frostbedingt: "Die Ringwasserleitung konnte nicht geöffnet werden, nachdem die Gefahr bestand, dass sie über Nacht einfriert."

Ähnlich die Vorbereitungen in Gaustadt, die anschließend beginnen. Erstmals gelten Saisontickets übrigens für beide Freibäder - ohne Aufpreis, wie Astrid Rosenberger versichert. "Darüber hinaus erlauben alle Karten fürs Stadionbad ebenso wie Saison- und 10er Tickets fürs Gaustadter Bad einen einstündigen Besuch im Bambados." Während Bambados-Gäste zum Nulltarif im Gegenzug ins Stadionbad wie bereits im vergangenen Jahr kommen. Geschlossen bleiben die beiden Freibäder nachmittags bei Lufttemperaturen unter 20 Grad oder Regen, während sie vormittags bei der ungünstigsten Witterung geöffnet haben.

Sämtliche Preise und Öffnungszeiten zu den Freibädern findet man übrigens auf der Internetseite der Stadtwerke Bamberg.